Mit großer Spannung warten Ärzte und Patienten auf den für Mittwoch, 7. April, angekündigten Start der Corona-Impfungen in den Praxen der niedergelassenen Hausärzte.
Oberfranken - Wie eine Umfrage unserer Redaktion zeigte, gibt es ein großes Interesse an Impfungen bei den Ärzten. "Das Telefon steht nicht still, aber bislang ist noch kein Impfstoff eingetroffen", schilderte eine Kulmbacher Praxis am Dienstagmorgen.
Auch bei den Apothekern steigt die Spannung. "ich glaube erst fest daran, wenn der Impfstoff hier in der Apotheke ist", kommentierte Hans Petzer Hubmann, der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes.
Für den Start der nächsten Phase der Impfkampagne waren in den letzten Tagen erhebliche Vorbereitungen nötig. Erstmals werden die Dosen über die Verteilzentren und den Großhandel nicht nur an die Impfzentren der Städte und Landkreise, sondern auch in das erprobte Verteilsystem der Apotheken weitergegeben.
Die Hausärzte mussten dafür bereits in der letzten Woche ihre Bestellungen abgeben. Als Mindestmenge mussten sie 18 Dosen, als Höchstmenge 48 Dosen bestellen. Hubmann erwartet, dass zumindest die Mindestmengen ausgeliefert werden und die Höchstmenge um nicht mehr als 20 Prozent gekürzt wird. Bis zum Ende des Aprils soll dann die dreifache Menge zur Verfügung stehen.
Zum Start kommt durchweg der Impfstoff von Biontech und Pfizer zum Einsatz. Er muss bis zur Verteilung bei tiefen Temperaturen gelagert werden. Nach dem Auftauen haben die Ärzte dann viereinhalb Tage Zeit, die Dosen zu verimpfen.
Zumindest in den ersten Wochen dürften die Dosen schon sehr viel schneller verbraucht sein. Geimpft werden vor allem ältere Menschen und Patienten mit Risikofaktoren.