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Spielwarenmesse 2021 wegen Corona-Unsicherheit abgesagt

12:10
30.03.2021
Die zunächst von Jahresbeginn auf den Sommer verschobene Nürnberger Spielwarenmesse, weltweit wichtigster Treffpunkt der Branche, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Veranstalter hätten sich darauf geeinigt, die Veranstaltung in diesem Jahr wegen der Unwägbarkeiten der Corona-Krise nicht durchzuführen, teilte die Spielwarenmesse eG am Dienstag mit.

Nürnberg - Die zunächst von Jahresbeginn auf den Sommer verschobene Nürnberger Spielwarenmesse, weltweit wichtigster Treffpunkt der Branche, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Veranstalter hätten sich darauf geeinigt, die Veranstaltung in diesem Jahr wegen der Unwägbarkeiten der Corona-Krise nicht durchzuführen, teilte die Spielwarenmesse eG am Dienstag mit.

   

"Sowohl von Aussteller- als auch von Fachbesucherseite haben wir zur Summer Edition anfangs gutes Feedback erhalten", sagte Vorstandsvorsitzender Ernst Kick. "Seit den letzten Wochen sorgt jedoch vor allem die enttäuschend langsame Verbesserung der Pandemie-Entwicklung für Unsicherheit in der Branche."

Die Veranstalter hatten versucht die Großveranstaltung mit einer Verlegung in den Sommer zu retten. "Aufgrund der großen Unsicherheit, die nach wie vor von der Corona-Pandemie auf nationaler und internationaler Ebene ausgeht, wird der Termin gecancelt und der Fokus nun auf die Spielwarenmesse 2022 gelegt", hieß es am Dienstag.

Die nächste Spielwarenmesse soll somit vom 2. bis zum 6. Februar 2022 in Nürnberg stattfinden und durch einen digitalen Schwerpunkt ergänzt werden.

Studie: Strenge Kontaktverbote reduzieren R-Wert deutlich

11:06
30.03.2021
Forscher der Universität Oxford haben untersucht, was die Verbreitung des Coronavirus am deutlichsten ausbremsen kann: strenge Kontaktbeschränkungen. Ein Aspekt wurde jedoch nicht berücksichtigt.

Oxford - Strenge Kontaktbeschränkungen gehören einer aktuellen Studie zufolge zu den wirksamsten Corona-Maßnahmen.

   

Das geht aus einer Auswertung von Forschern der Universität Oxford und anderen europäischen Wissenschaftlern hervor, die noch nicht von Fachleuten begutachtet und in einem Fachmagazin veröffentlicht wurde. Die Studie untersucht, wie stark verschiedene sogenannte nicht-pharmazeutische Interventionen den R-Wert beeinflussen - also inwiefern sie die Verbreitung des Virus bremsen.

Strenge Kontaktverbote, etwa die Begrenzung aller Treffen auf maximal zwei Personen, hat demnach einen sehr großen Effekt und reduziert den R-Wert um geschätzt rund 26 Prozent. Bei weniger strengen Kontaktbeschränkungen, etwa erlaubten Treffen von zwei Haushalten mit mehreren Angehörigen, reduzierte sich die Wirkung der Maßnahme deutlich. Nächtliche Ausgangsbeschränkungen sind den Forschern zufolge auch eine wirksame Maßnahme, ihr Beitrag zur Reduktion des R-Werts wird auf rund 13 Prozent geschätzt. Die Schließung der Gastronomie liegt mit zwölf Prozent Reduktion in einem ähnlichen Bereich.

Um diese geschätzten Werte berechnen zu können, haben die Wissenschaftler die Corona-Fallzahlen sowie die verhängten Maßnahmen aus dem Zeitraum August 2020 bis zum 9. Januar 2021 in mehreren europäischen Ländern analysiert und auf die einzelnen Maßnahmen heruntergerechnet. Anders als in der ersten Welle sei es in der zweiten Corona-Welle leichter gewesen, den Beitrag einzelner Maßnahmen zu errechnen, da nicht alle gleichzeitig verhängt worden seien.

Dennoch empfahlen die Forscher politisch Verantwortlichen, auch andere Aspekte bei der Verhängung von Corona-Maßnahmen einzubeziehen. So könne die Studie etwa keine Aussagen dazu machen, wie sich Impfungen sowie die zunehmende Ausbreitung von Corona-Varianten auswirke. Die Forscher haben sich bei ihren Analysen auf den Zeitraum beschränkt, in dem die hochinfektiöse britische Variante B.1.1.7 noch nicht in den untersuchten Regionen vorherrschend war.