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Tschentscher und Ramelow in Corona-Isolation

07:46
30.03.2021
Am Freitag haben sich Mitglieder des Bundesrats noch persönlich getroffen. Jetzt sind mehrere Anwesende in Isolation - darunter zwei Länderchefs.

Hamburg - Nach einem Hinweis der Corona-Warn-App befinden sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow in Isolation.

   

Der Hinweis stehe offenbar im Zusammenhang mit der letzten Bundesratssitzung, nach der zahlreiche im Plenarsaal Anwesende einen Hinweis erhalten hätten, teilte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Montag in Hamburg mit. Auch Ramelow war nach eigenen Aussagen am Freitag bei der Bundesratssitzung.

Der Linken-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Amtsarzt des Saale-Orla-Kreises habe ihm auferlegt, alle Kontakte zu unterbinden. Ramelow hat in dem Ostthüringer Landkreis ein Ferienhäuschen. Er verlasse derzeit nicht sein Grundstück und könne daher auch nicht an Landtagssitzungen teilnehmen. Auch die beiden Minister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) und Dirk Adams (Grüne) vermeiden demnach wegen einer Meldung bei der Corona-Warn-App Kontakte. Ramelow will am Mittwoch einen PCR-Test machen lassen, um Gewissheit zu bekommen.

In Hamburg hätten sich neben Tschentscher auch Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) sowie die Außenbevollmächtigte des Senats beim Bund und der EU, Staatsrätin Almut Möller (SPD), in freiwillige häusliche Isolation begeben. Sie arbeiten derzeit im Homeoffice und ließen am Mittwoch einen PCR-Test machen, hieß es aus dem Senat.

Auch Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) begab sich am Montag nach einem Warnhinweis der App in häusliche Quarantäne. Sein Ministerium geht von einem Zusammenhang mit der vergangenen Bundesratssitzung aus. Willingmann werde sich im Laufe der Woche testen lassen, alle weiteren Termine aber aus dem Homeoffice wahrnehmen, sagte ein Sprecher.

Bei Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und seinem Sprecher löste die App hingegen keinen Alarm aus. Beide hatten an der Sitzung in Berlin teilgenommen. Mehrere Corona-Tests seien seitdem bei Haseloff negativ verlaufen, sagte der Sprecher am Montagabend.

Apotheken sollen Selbsttests auch einzeln verkaufen dürfen

07:41
30.03.2021

München (dpa/lby) - Der Verkauf von einzelnen Corona-Selbsttests aus Großpackungen ist in Apotheken bisher nicht erlaubt.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält das für unpraktisch: "Ich werde die Regierungen anweisen, eine Vereinzelung der gelieferten Selbsttests durch die Apotheken zu dulden", teilte er am Dienstag in München mit. "Das ist wichtig, damit sich so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich solche Tests auf unkompliziertem Weg bei der Apotheke ihres Vertrauens kaufen können."

   

Nach Vorgabe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte dürfen bisher Großpackungen von Selbsttests mit bis zu 100 Exemplaren in Apotheken nicht vereinzelt werden. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass einzelne Tests etwa ohne Gebrauchsanweisung verkauft werden.

"Die Länder sind dafür zuständig, den Verkauf der Selbsttests zu überwachen", sagte der Minister. "Auf dieser Grundlage wollen wir daher den Einzelverkauf in den Apotheken dulden. Ich habe keinen Zweifel, dass die Apotheken dies fachgerecht und unter höchsten Hygienevorkehrungen gewährleisten können."

Die Verantwortung und Haftung liege im Falle einer Duldung bei den Apotheken.