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Landkreis Hof kooperiert mit den Nachbarn

17:37
28.03.2021
Die drei Landräte haben sich ausgetauscht und gemeinsame Ziele beschlossen. In allen drei Kreisen sind die Corona-Inzidenzzahlen hoch.

In allen drei Landkreisen sind die Inzidenzwerte hoch: im Landkreis Hof 254,2, im Saale-Orla-Kreis 386,0 und im Vogtlandkreis 418,1. Die Landräte Oliver Bär, Hof, Thomas Fügmann, Schleiz, und Rolf Keil, Plauen, haben sich ausgetauscht und gemeinsame Ziele definiert; darüber informiert die Pressestelle des Hofer Landratsamtes:

• 1. Schnelle Immunisierung: Die Immunisierung der Region ist das wichtigste Ziel über Landkreisgrenzen hinweg. Auch wenn Regionen mit besonders hohen Inzidenzwerten bereits mit zusätzlichem Impfstoff versorgt wurden, müsse man noch schneller noch mehr impfen. Daher sollten die Hausärzte in der Dreiländerregion erweitert eingebunden werden; im Vogtland und im Hofer Land geschieht dies bereits in Pilotprojekten.

• 2. Testen und Öffnen: Das Konzept „Testen und Öffnen“, etwa für Schulen und bei Dienstleistungen, sei sinnvoll, um Perspektiven für die Menschen und auch den Einzelhandel zu schaffen, besonders in den Regionen mit hoher Inzidenz, in denen es bislang kaum Öffnungsmaßnahmen gebe. Tests seien „eine Brücke“ bis zur Immunisierung der Bevölkerung. Durch testgebundene Öffnungen steige die Zahl der getesteten Personen; so könnten Infektionsketten unterbrochen werden. Bei dem Konzept gelte es auch, die Eltern mitzunehmen.

• 3. Kliniken: Die hohen Inzidenzwerte stellen insbesondere die Kliniken vor große Herausforderungen. Auch hier bedürfe es einer gemeinschaftlichen Betrachtungs- und Handlungsweise. Schon jetzt unterstützen sich die Regionen, wenn es um die Verteilung der Patienten auf Intensivbetten geht. Dennoch könnte übergeordnete Hilfe zunehmend Bedeutung erlangen, sobald die Zahl der Covid-Patienten weiter steigt.

• 4. Corona-Aufbau-Fonds: Die Corona-Pandemie hat einen erheblichen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft. EU-Kommission, Europäisches Parlament und EU-Spitzen haben als Weg aus der Krise einen Aufbauplan wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie beschlossen. Deutschland erhalte in den kommenden zwei Jahren 22,7 Milliarden Euro. Die Landräte fordern, dass dieses Geld vor allem dorthin fließt, wo die größte Last zu tragen ist: in Regionen in direkter Nachbarschaft zu Tschechien, das die höchsten Corona-Fallzahlen im europäischen Vergleich hat. „Die hohen Inzidenzen in unserer Region haben einen europäische Dimension“, so die Landräte. Es sei daher richtig, an dieser Stelle für die Zukunft zu investieren.

red