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50 neue Corona-Fälle im Landkreis Wunsiedel

15:00
02.03.2021
Aktuell sind 421 Menschen erkrankt. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 324,4.

Wunsiedel - Die Infektionszahlen steigen scheinbar unaufhörlich an: Am Dienstag meldet das Landratsamt Wunsiedel 50 weitere Corona-Fälle. Damit sind aktuell 421 Personen erkrankt, 3206 Patienten gelten als genesen. Seit Beginn der Pandemie wurden nach Angaben des Landratsamtes 3789 Personen positiv auf das Virus getestet; 162 Personen starben an Covid-19. Die Sieben-Tage-Inzidenz klettert auf 324,4, am Vortag hatte sie noch bei 315,2 gelegen.


Feste und Veranstaltungen: Bayreuth hofft auf den Herbst

13:24
02.03.2021
Bayernweit kommt eine Absage nach der anderen für etablierte Feste. Erlangen, Kulmbach – alle haben auf viele Veranstaltungen coronabedingt schon den Deckel für dieses Jahr drauf gemacht. In Bayreuth setzt man auf den spätest möglichen Zeitpunkt zu einer Absage. Und auf den Herbst.

Bayreuth - Man muss nicht um den heißen Brei herumreden: Nach einem katastrophalen Jahr für die Schausteller und Veranstalter von Festen sieht es auch aktuell nicht gut aus. Corona durchkreuzt viele Pläne, weil Veranstaltungen mit vielen Menschen in Bereichen, in denen ein Zugang kaum kontrolliert werden kann, kaum möglich sind. In Franken hat es die Erlanger Bergkirchweih schon erwischt, in Kulmbach die Bierwoche. in Bayreuth pokert die Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH (BMTG) mit dem Faktor Zeit. Man wolle so spät wie möglich zum letzten Mittel, der Absage, greifen, sagt BMTG-Geschäftsführer Manuel becher am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung.
Blick auf den Herbst

Becher sagt, man schiele auf die zweite Jahreshälfte. Und setze alle Hoffnung darauf, Veranstaltungen in den Herbst schieben zu können. Mit einer etablierten Veranstaltung, die sonst immer den Wetter-Kapriolen ausgesetzt war – dem Frühlingsfest – hat man jetzt schon einen Pflock eingerammt: „Das wird in den Herbst verschoben und wird ein Genussfest werden in diesem Jahr. Den Termin gibt es noch nicht, aber das Fest an sich ist schon gesetzt“, sagt Becher. Wenn es die rechtlichen Rahmenbedingungen hergeben, dann soll das Volksfest, das traditionell Pfingsten stattfindet, unter Umständen in einem kleineren Rahmen stattfinden: „Mit dem Volksfestplatz haben wir einen Ort, an dem man die Zugänge kontrollieren kann“, sagt Becher – und damit steuern kann, wie viele Menschen sich auf dem Platz befinden. Das Genussfest solle auch als größeres Fest stattfinden, wenn das Volksfest kleiner ausfalle.
Absage so spät wir möglich

Was die anderen beiden Fest angeht, das Bürgerfest in der Innenstadt und das Sommernachtsfest in der Eremitage, will Becher noch nicht von Absage reden. Die Planungen, sagt er, liefen trotz der Kurzarbeit, die derzeit noch für die Mitarbeiter für die BMTG gelte, zum jetzigen Zeitpunkt weiter. Aber ob die Feste über die Bühne gehen könnten, sei zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Alles stehe und falle mit der Corona-Situation, mit dem Impf-Fortschritt und dem rechtlichen Rahmen. „Die BMTG siedelt die Gesundheit aller ganz oben an. Wenn es nicht gehen sollte, dann geht es eben nicht. Aber wir halten uns den Termin zur Absage bis zum letztmöglichen Zeitpunkt offen.“
39 Prozent Minus beim Tourismus

Feste sind auch ein Frequenzbringer für eine Stadt. Als Teil des Tourismus, der ebenso zahlenmäßig in den Keller gerauscht ist, seit Anfang des vergangenen Jahres die Pandemie-Welle nach Deutschland geschwappt ist. Jedoch hat es Bayreuth noch vergleichsweise gut erwischt, wenn man davon überhaupt reden kann: Becher sagt auf Nachfrage, man liege „in einem Katastrophenjahr mit einem minus von 39 Prozent exakt im Bundesdurchschnitt. Aber im Vergleich der Städte haben wir es noch relativ gut erwischt“, denn: Städtetourismus und Geschäftsreisen seien in vielen Städten komplett eingebrochen, „da stehen wir sogar vergleichsweise gut da“.
Nicht mehr nur Wagner-Stadt

Bayreuth habe es geschafft – „trotz einer ausgefallenen Festspiel-Saison“, wie Becher betont – „im August einen Zuwachs bei den Ankünften deutscher Gäste zu erreichen“. Das liege sicher daran, dass Bayreuth sich als Kurzurlaubs- und Städtereise-Ziel habe etablieren können. Einen großen Anteil am Attraktivitäts-Zuwachs hätten auch Formate wie das eilig gestrickte Summertime-Festival oder Bayreuth Barock gehabt. Was zusätzlich dazu beigetragen habe, dass „Bayreuth eben nicht mehr nur als Wagner-Stadt wahrgenommen“ werde, sondern als Kulturstadt.
Tropfen auf den heißen Stein

Diese Entwicklung dürfe aber über eines nicht hinwegtäuschen, sagt Becher: Einzelhandel und Gastronomie hätten ebenso wenig wie die Hoteliers in der Stadt dadurch die Verluste auffangen können. „Nicht zuletzt die Hotel-Preise waren im vergangenen August nicht ansatzweise die, die es in den Vorjahren gegeben hatte.“

Online-Redaktion