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Region Hof: 12,8 Prozent haben Erstimpfung erhalten

15:20
22.03.2021
In der Region sind bislang 24 765 Dosen verimpft – im Impfzentrum, durch mobile Impfteams und in Hausarztpraxen. 17 925 Menschen haben eine Erstimpfung, 6840 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Die Impfungen gegen Corona in Stadt und Landkreis Hof gehen voran, wie eine aktuelle Übersicht des Landratsamtes zeigt. Seit Beginn der Impfungen Ende Dezember seien insgesamt 24 765 Dosen im zentralen Impfzentrum oder durch mobile Impfteams geimpft sowie im Rahmen unseres Pilotprojektes an Hausärzte abgegeben worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Dosen teilen sich folgendermaßen auf: 17 925 sind als Erstimpfungen verabreicht worden, davon wiederum 11 842 des Herstellers Biontech, 5795 des Herstellers Astrazeneca und 288 des Herstellers Moderna. 6840 Personen haben bisher die Zweitimpfung erhalten – 6838 mit Biontech, zwei Personen mit Moderna.

Damit haben mittlerweile 12,8 Prozent der Bürger in Stadt und Landkreis Hof haben eine Erstimpfung erhalten. Zum Vergleich: In Bayern sind es 9,3 Prozent, in ganz Deutschland 8,7 Prozent.

Wer sich für einen Impftermin anmelden möchte, kann dies zwischen 8 und 17 Uhr telefonisch tun unter 09281/57-777 oder über die Internetseite www.impfung-hoferland.de/voranmeldung.

Sauter tritt aus CSU-Landtagsfraktion aus

14:54
22.03.2021
Die Machtprobe zwischen der CSU und ihrem Landtagsabgeordneten Sauter ist entschieden: Der 70-Jährige tritt nun doch aus der Fraktion aus. Für die Zukunft hat er eine klare Ansage.

München - In der Maskenaffäre der Union beugt sich der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter nun doch dem massiven Druck und tritt aus der CSU-Landtagsfraktion aus. Der 70-Jährige kommt damit offenkundig seinem drohenden Ausschluss zuvor.

Er wolle nicht, dass die Diskussion über seine Zugehörigkeit zur Fraktion die Diskussion der nächsten Tage und Wochen präge, schrieb Sauter an Fraktionschef Thomas Kreuzer. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. "Daher kündige ich mit sofortiger Wirkung meine Fraktionsmitgliedschaft." Sauter fügte aber hinzu: "Ich bin überzeugt davon, dass sich die Vorwürfe als haltlos erweisen werden und halte jetzt schon fest, dass ich nach Abschluss des Verfahrens wieder in die Fraktion aufgenommen werden möchte."

Die Generalstaatsanwaltschaft München führt gegen Sauter wegen eines Anfangsverdachtes Korruptionsermittlungen. Er hat die Vorwürfe über seinen Anwalt zurückgewiesen. Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken durch den Staat - und in Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen gegen den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein, der wie Sauter ebenfalls aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg stammt.

Am Sonntag hatte Sauter bereits alle CSU-Parteiämter niederlegt, darunter seine Sitze in CSU-Präsidium und -Vorstand und den Chefposten der CSU-Finanzkommission. Den Austritt aus der Fraktion allerdings hatte er da noch abgelehnt und lediglich erklärt, seine Mitgliedschaft ruhen zu lassen. "Da ich bis zur Klärung der Vorwürfe im laufenden Verfahren der Fraktion nicht mehr angehöre, wären zusätzliche Sanktionen seitens der Fraktion nicht nur überflüssig, sondern auch rechtswidrig", warnte er den Fraktionsvorsitzenden.

Der Fraktionsvorstand war dem Vernehmen nach aber gewillt, noch am Montag den Ausschluss Sauters auf den Weg zu bringen - darüber hätte an diesem Donnerstag dann die Gesamtfraktion entscheiden müssen. Die Landtags-CSU hatte Sauter ein Ultimatum bis Sonntagmittag gestellt, um die gegen ihn erhobenen Vorwürfe "plausibel und nachvollziehbar auszuräumen". Sauter hatte das Ultimatum zurückwiesen. Die Aufklärung sei Sache der Staatsanwaltschaft, deshalb äußere er sich nicht.

Am Montag nun schrieb Sauter, nachdem es den Anschein habe, dass der Fraktionsvorstand trotz seines Schreibens zum Ruhen seiner Mitgliedschaft ein Ausschlussverfahren betreiben wolle, sei er von vielen gebeten worden, "den Kolleginnen und Kollegen der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag eine diesbezügliche Abstimmung zu ersparen". "Nach 31 Jahren fällt mir dies sehr schwer, unter anderem auch deshalb, weil die Unschuldsvermutung von vielen zwar schnell ausgesprochen aber anscheinend nicht mehr ernst genommen wird."