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Große Mehrheit will in den Osterferien zu Hause bleiben

13:05
22.03.2021
Experten und Politik warnen vor einer großen Reisewelle zu Ostern. Denn die Menschen drängt es nach Monaten im Lockdown nach draußen. Dabei wollen die allermeisten Deutschen zu Hause bleiben.

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen will eine große Mehrheit der Deutschen in den Osterferien zu Hause bleiben. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 79 Prozent der Befragten an, nicht verreisen zu wollen.

Nur 2 Prozent wollen im Ausland Urlaub machen, weitere 4 Prozent wollen im Inland verreisen. 10 Prozent hatten sich zum Zeitpunkt der Umfrage (16. bis 18. März) noch nicht entschieden.

Nächste Woche beginnen in den meisten Bundesländern die Osterferien. Bisher ist noch völlig unklar, welche Urlaubsmöglichkeiten im Inland es dann überhaupt geben wird. Darüber wollte am Montagnachmittag Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Hotels, Pensionen und Ferienhäuser sind für Touristen noch geschlossen. Bund und Länder raten derzeit generell von touristischen Reisen ab.

Im Ausland stehen etwa 160 der insgesamt rund 200 Länder auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts. Wer in diesen Ländern Urlaub macht, muss bei Rückkehr in Quarantäne. Einzelne Urlaubsgebiete im europäischen Ausland sind allerdings wegen gesunkener Infektionszahlen seit kurzem kein Risikogebiet mehr. Dazu zählen alle Inseln der spanischen Balearen, Teile des spanischen Festlands, Portugals und die beliebte kroatische Ferienhalbinsel Istrien. Die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca hatte vor einer Woche einen Buchungsboom ausgelöst.

Astrazeneca: Experten finden kein erhöhtes Thromboserisiko

12:30
22.03.2021
Weder die WHO noch die EMA sehen ein höheres Risiko bei der Nutzung des Impfstoffs von Astrazeneca. Laut Hersteller hat nun auch eine unabhängige Expertengruppe Entwarnung gegeben.

Cambridge/London - Eine neue Untersuchung hat nach Angaben von Astrazeneca kein erhöhtes Thromboserisiko durch den Impfstoff ergeben. Das Unternehmen teilte am Montag mit, eine unabhängige Expertengruppe habe keine Sicherheitsbedenken erhoben.

Auch die konkrete Suche nach Blutgerinnseln im Gehirn, sogenannten Sinusthrombosen, habe keinen Treffer ergeben. Mehrere Länder, darunter auch Deutschland, hatten das Präparat zuletzt ausgesetzt, weil in wenigen Fällen nach der Impfung Thrombosen, also Blutgerinnsel, in Hirnvenen aufgetreten waren. In Deutschland kann das Mittel mittlerweile wieder gespritzt werden.

Die Phase-III-Studie mit etwa 32.500 Probanden in den USA, Chile und Peru habe zudem die hohe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs bestätigt, betonte das britisch-schwedische Unternehmen. So schütze das Vakzin mit einer Wirksamkeit von 79 Prozent vor Covid-19, bei Menschen ab 65 Jahren liege dieser Wert sogar bei 80 Prozent. Das bedeutet, dass unter den älteren Probanden einer geimpften Gruppe 80 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als unter denen einer Kontrollgruppe. Die Wirksamkeit über alle Altersgruppen hinweg in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe liege sogar bei 100 Prozent, teilte Astrazeneca mit.

Der Impfstoff namens AZD1222 wurde von Astrazeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Er wird seit Januar in Großbritannien in großem Stil eingesetzt.

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sprach von "weiteren guten Nachrichten". "Die Ergebnisse einer US-Untersuchung des Oxford/Astrazeneca-Vakzins beweisen deutlich, dass der Impfstoff sowohl sicher als auch höchst effektiv ist", twitterte Hancock. Das Unternehmen kündigte an, bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung zu beantragen.