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Oster-Urlaub: Corona-Schnelltests an der Fähre

17:23
20.03.2021
Die Reederei Norden-Frisia hat die Hoffnung, Feriengäste zu Ostern auf die Inseln Juist und Norderney zu bringen, noch nicht aufgegeben. Tests sollen es möglich machen.

Norddeich (dpa/lni) - Die Reederei Norden-Frisia will für mögliche Urlauber gewappnet sein und hat dazu ein Zentrum für Corona-Schnelltests am Fähranleger in Norddeich eingerichtet.

"Für den Fall, dass eine verpflichtende Test-Regelung kommt, sind wir vorbereitet", sagte Reederei-Sprecher Fred Meyer der Deutschen Presse-Agentur. Schon jetzt können sich Geschäftsreisende oder Handwerker, die nach Juist und Norderney wollen, freiwillig auf Corona testen lassen. Die Antigen-Schnelltests werden von einem Dienstleister im Auftrag der Reederei gemacht. Dazu wurden Container nur wenige Meter vom Fähranleger entfernt aufgestellt.

Das Angebot werde bereits gut angenommen, sagte Meyer. In der kommenden Woche soll ein weiteres Testangebot auf Norderney eingerichtet werden. In der Frage, ob Osterurlaube auf den Inseln noch möglich sein werden, sei die Reederei "verhalten optimistisch". Meyer stellte aber auch klar: Sollte tatsächlich eine Testpflicht kommen, würden Reisende auch gebeten werden, schon vor Antritt der Fährfahrt einen negativen Corona-Test mitzubringen. "Unser Angebot kann da nur eine Ergänzung sein."

Am Freitag machten sich bereits Vertreter der Ostfriesischen Inseln dafür stark, Inselurlaube bald mithilfe einer doppelten Teststrategie zuzulassen. Demnach sollen Urlauber künftig nur mit einem negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, anreisen dürfen. Ein Schnelltest, etwa an der Fähre in Norddeich, würde dann nicht reichen. Zwei bis vier Tage später sollen sich Gäste dann auf einer Insel noch einmal einem Corona-Schnelltest unterziehen. Bei längeren Aufenthalten sind wöchentlich Wiederholungen vorgesehen.

Ob und wie Osterurlaube in Niedersachsen möglich sein werden, ist noch unklar. Klarheit erhoffen sich Touristiker und Gastgewerbe von den Bund-Länder-Gesprächen am Montag.

Großbritannien: Tausende Pubs überleben Pandemie nicht

17:00
20.03.2021
Viele Pubs in Großbritannien verschulden sich, um nicht dicht machen zu müssen. Tausende geben in der Krise aber auch auf.

London - Tausende britische Pubs haben einem Branchenverband zufolge die Pandemie nicht überlebt. Mindestens 2000 hätten infolge des langen Corona-Shutdowns bereits dauerhaft geschlossen, sagte Dave Mountford vom Forum for British Pubs dem Sender "Sky News".

   

"Pubs werden noch jahrelang finanzielle Unterstützung brauchen, um sich hiervon zu erholen", sagte Mountford.

Viele hätten Kredite aufgenommen - um diese abzuzahlen, müsse ausgefallener Umsatz aber später aufgeholt werden. Es sei jedoch noch völlig unklar, in welcher Zahl Besucher in die Pubs zurückkehren würden. "Werden sich die Menschen über das Jahr daran gewöhnt haben, mehr zuhause zu trinken? Wenn ich ehrlich bin, ist es eine ziemlich trostlose Zukunft", so der Branchenvertreter.

Wegen des anhaltenden Corona-Lockdowns und vorheriger regionaler Beschränkungen sind die Pubs im Land bereits seit Monaten geschlossen. Für Mitte April ist in England die Wiedereröffnung von Biergärten geplant.