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Mehrere Corona-Fälle in Trumps Privatclub Mar-a-Lago

10:41
20.03.2021
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt die Gefahr des Coronavirus heruntergespielt oder geleugnet. Nun muss sein Club-Ressort in Florida Teile der Anlage schließen.

Palm Beach - Das Club-Resort Mar-a-Lago in Florida, Rückzugsort von Ex-US-Präsident Donald Trump, hat wegen mehrerer Corona-Fälle in der Belegschaft Teile der Anlage geschlossen. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf eine Rundmail des Managements an Clubmitglieder vom Freitag.

   

In das luxuriöse Anwesen in Palm Beach hatte sich Trump nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus zurückgezogen.

Da einige Mitarbeiter kürzlich positiv auf das Virus getestet worden sind, seien der Beach Club und der noble Dinnersaal vorübergehend dichtgemacht worden, heißt es den Berichten zufolge in der E-Mail. Festbanketts und Veranstaltungen seien aber weiterhin möglich. Angaben zur Zahl der infizierten Angestellten, die sich nun in Quarantäne befinden sollen, wurden nicht gemacht. Während der Wintersaison arbeiten in Mar-a-Lago laut "Washington Post" mehrere Dutzend Beschäftigte. Die Trump-Organisation habe die teilweise Schließung der Anlage in einer Stellungnahme an die Zeitung bestätigt und als "Vorsichtsmaßnahme" beschrieben.

Trump hatte die vom Coronavirus ausgehende Gefahr zu Beginn der Pandemie erst geleugnet, danach lange heruntergespielt und war im Herbst vergangenen Jahres schließlich selbst an Covid-19 erkrankt. Zudem ließ der 74-Jährige bis zuletzt erkennen, dass er das Tragen von Masken eher lästig fand.

Gemäß der in Palm Beach geltenden Regeln zum Infektionsschutz müssen Gäste des Nobelressorts Mar-a-Lago jederzeit Gesichtsmasken tragen, außer beim Essen und Trinken. Am vergangenen Wochenende gab es dort jedoch laut "Washington Post" zwei Großveranstaltungen für Spendenzwecke. Trump sei bei einer davon dabei gewesen und habe Fotos zufolge - wie die meisten Gäste - keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

Lockdown-Pause bringt neuen Glanz in Bayerns Schlösser

10:11
20.03.2021

Keine Besucher, dafür ungestörtes Arbeiten: Während des Corona-Lockdowns wird in Bayerns Schlössern geputzt, gesaugt und repariert. Besonders sichtbar ist das in Neuschwanstein.

München/Schwangau (dpa/lby) - Viele Schlösser in Bayern werden nach Ende des Corona-Lockdowns besser aussehen - auch dank der Schließung für Gäste. Die monatelange Pause bedeute "ein Minus an Besuchern, aber ein Plus an Aufmerksamkeit durch Restauratoren und Denkmalpfleger", teilt die Bayerische Schlösserverwaltung mit. Bauarbeiten und Restaurierungen seien schneller vorangekommen oder abgeschlossen worden als geplant.

Prominentestes Beispiel dafür ist das Schloss Neuschwanstein. Arbeiten an Parkettböden und Türen, die wegen des Besucherbetriebs eigentlich nur nachts hätten stattfinden können, erledigten die Fachleute nach Angaben der Schlösserverwaltung tagsüber - und damit auch kostengünstiger. Auch bei der Erneuerung der Haupttreppe sei viel Zeit eingespart worden. Laute Arbeiten wie das Absaugen von Wänden konnten ebenfalls ohne Rücksicht auf Besucher stattfinden.

Die Restaurierung ist Teil einer mehr als 20 Millionen Euro teuren Sanierung des Schlosses - der ersten seit dem Tod des Bauherren, König Ludwig II., im Jahr 1886. Um Räume und Gegenstände vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen, werden während der Sanierung Lüftungsanlagen und Lichtschutzvorsätze eingebaut.

Doch auch in allen anderen Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Schlösserverwaltung werde die Schließung für eine "umfassende Grundreinigung der Gebäude" genutzt, sagt Sprecherin Ines Holzmüller. Außerdem würden Ausstellungsstücke gereinigt und kleinere Reparaturen vorgenommen.

Wann die gereinigten und restaurierten Gebäude wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden, sei derzeit noch unklar, heißt es vonseiten der Schlösserverwaltung. Die Vorbereitung dafür liefen aber bereits.