Nach der Öffnung am Montag steht in Coburg schon wieder die Rückkehr zu „Click & Meet“ bevor. Die Stadt reißt die 50er-Inzidenz folgenschwer.
Coburg - Trübe Aussichten: Die Ladengeschäfte in Coburg stehen nach der Öffnung am Montag schon wieder vor der Schließung, nachdem die Stadt am Mittwoch mit einem Inzidenzwert von 75,5 die Marke 50 deutlich gerissen hat. Dafür verantwortlich waren die gleich 13 gemeldeten Neuinfektionen vom Dienstag.
Berechnungen der Neuen Presse zufolge wird die Kennziffer nach zwei weiteren Positivfällen nun auch am Donnerstag und Freitag die 50 überschreiten. Das entspricht drei Tagen am Stück, was eine lokale Verschärfung der Corona-Maßnahmen nach sich ziehen wird. Für die Geschäfte in der Vestestadt heißt das: zurück zu „Click & Meet“ und „Click & Collect“ – ab Montag.
Weshalb nicht bereits ab Samstag? Dies habe rein rechtliche Gründe, erklärt Kai Holland, Leiter des Coburger Ordnungsamts, auf Anfrage der Neuen Presse. Die neuerlich verschärften Maßnahmen, die Holland „eine Rolle rückwärts auf den Stand von vor dem 13. März“ nennt, würden faktisch erst ab Sonntag gelten. Sie treffen neben dem Handel ebenso die Bereiche Freizeitsport und Kultur. Um ein Museum oder eine Ausstellung zu besuchen, braucht es dann wieder einen Termin.
Cluster innerhalb einer Nachbarschaft
Auch im Landkreis überschritt die Inzidenz nach fünf Tagen Pause erstmals wieder den Schwellenwert 50, wenngleich nur haarscharf (50,7). Hauptverantwortlich dafür: zwölf neuregistrierte Fälle am Mittwoch. „Die Infektionen treten vermehrt im privaten Bereich auf“, berichtet das Landratsamts in Person von Pressesprecherin Corinna Rösler unserer Zeitung. Sie spricht von ganzen Familien, die zum Testen auftauchten. Rösler beschreibt zudem das Phänomen von Clustern innerhalb einer Nachbarschaft: „An einem Tag passiert etwas in der Max-Mustermann-Straße 5, am nächsten in der Nummer 7.“
Wenig Neues zu berichten, gebe es hingegen von der britischen Mutante B.1.1.7, die neuesten Erkenntnissen zufolge tödlicher sein könnte als Sars-CoV-2 in seiner Ursprungsform. Der Anteil der Variante an den Neuinfektionen in Stadt und Landkreis Coburg verweilt laut Landratsamt relativ stabil bei aktuell 31,5 Prozent.