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Corona im Landkreis Wunsiedel: Landratsamt meldet 30 neue Fälle

16:20
17.03.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 210,6. Allerdings fordert die Pandemie ein weiteres Opfer.

Wunsiedel - 30 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages meldet das Landratsamt Wunsiedel am Mittwoch. Und es gibt ein weiteres Todesopfer: Verstorben ist demnach ein 74 Jahre alter Mann mit bekannten Vorerkrankungen. Damit steigt die Zahl der Verstorbenen auf 175. Allerdings geht der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz weiter nach unten: Lag sie am Dienstag noch bei 223 ist sie am Mittwoch auf 210,6 gesunken. Aktuell sind 305 Menschen an Corona erkrankt. Seit Beginn der Pandemie sind es damit insgesamt 4155 Menschen. 3675 Patienten gelten als genesen. Die Zahl der Mutationsverdachtsfälle gibt das Landratsamt mit 819 (Vortag 795) an.

Am Dienstag wurden 415 Impfungen durchgeführt. Damit steigt die Gesamtzahl der Erst- und Zweitimpfungen auf 11 344. Außerdem wurden an den Teststationen im Landkreis am Dienstag 957 Schnell- und 761 PCR-Tests vorgenommen.

In der Kindertagesstätte Maxi in Wunsiedel müssen aufgrund von Corona-Fällen die Kindergartengruppen bis auf Weiteres geschlossen werden, die Hortgruppe bleibt geöffnet, heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes.

Im Haus Marktredwitz des Klinikums Fichtelgebirge sind drei der 14 verfügbaren Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Im Haus Selb werden 35 Covid-19-Patienten behandelt, vier davon in Intensivpflege. Zur Verfügung stehen in Selb sechs Intensivbetten.

Corona-Zuschuss auf dem Prüfstand

15:10
17.03.2021
Die Entscheidung, ob die Gemeinde Eltern und die Kirche bei den Kita-Beiträgen unterstützt, ist vertagt. Zunächst muss klar sein, ob schon die Unterstützung des Freistaats die Kosten deckt.

Leupoldsgrün - Der Freistaat Bayern unterstützt Eltern und Träger von Kindergärten wegen der durch die Corona-Pandemie entstandenen Einschnitte mit der Übernahme von 70 Prozent der Kita-Beiträge für die ersten beiden Monate 2021. Darüber informierte Bürgermeisterin Annika Popp den Gemeinderat. „Mit diesem Zuschuss will das Sozialministerium in erster Linie Eltern unterstützen, die für ihre Kinder keine Notbetreuung in Anspruch genommen haben“, erläuterte Annika Popp. Die Kommunen sollten die verbleibenden 30 Prozent der Gebühren übernehmen. „Uns hat niemand gefragt, ob wir das wirklich möchten“, kritisierte die Bürgermeisterin diese Empfehlung der Spitzenverbände, die an den kommunalen Gremien vorbeigegangen sei. Leupoldsgrün müsste etwa 2100 Euro aufbringen müsste. Diesen Antrag hat die Gemeinde von der Kirchenverwaltung erhalten.

SPD-Rat Stefan Dittmar hat als Geschäftsleiter von Konradsreuth Erfahrung mit diesem Thema und bezifferte den Betrag, den der Freistaat für Krippen- und für Kita-Kinder unter drei Jahren bezahlt, auf 240 Euro und für Kindergartenkinder auf 135 Euro. „Nach meiner Überzeugung bekommt die Kirche als Träger der Einrichtung jetzt schon mehr als nötig“, rechnete er vor. So machen die Träger allein mit den 70 Prozent Zuschuss vom Freistaat Gewinn. Eine Aufzahlung durch die Gemeinde komme einem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent an den Träger gleich.

Popp machte einen Vorschlag, den alle Gemeinderäte unterstützten: „Wir machen unseren Zuschuss davon abhängig, ob die Kirche auch nach Zahlung des Zuwendung des Freistaats noch ein Finanzierungslücke zu verzeichnen hat. Dann übernehmen wir dieses Defizit mit maximal 30 Prozent.“