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WHO empfiehlt vorerst weiter Astrazeneca-Einsatz

14:11
17.03.2021
Die Weltgesundheitsorganisation hält vorerst an Astrazeneca fest. Die Vorteile lägen höher als die Risiken.

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt vorerst weiter den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. "Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen", teilte die Organisation am Mittwoch in Genf mit.

Astrazeneca ist der bislang wichtigste Impfstoff, auf den auch die gemeinsame Impfinitiative Covax unter dem Dach der WHO setzt. Sie hilft dabei, Länder in aller Welt mit Impfstoff zu versorgen.

Deutschland und zahlreiche andere Staaten haben die Impfung mit dem Astrazeneca-Stoff vorerst ausgesetzt, weil mehrere Fälle mit Thrombosen (Blutgerinnseln) in den Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung gemeldet wurden.

Die WHO betont jetzt, dass eine Impfung gegen Covid-19 keine Krankheiten oder Todesfälle durch andere Ursachen reduziere. Thrombosen (Blutgerinnsel) passierten häufig. "Venöse Thromboembolien gehören zu den häufigsten Herz-Kreislauferkrankungen weltweit", so die WHO.

Es sei Routine, mögliche Zwischenfälle bei Impfkampagnen zu registrieren und zu untersuchen. Das zeige, dass die Überwachungssysteme funktionierten. Zwischenfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung bedeuteten aber nicht zwangsläufig, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen beidem bestehe.

Die WHO sei in ständigem Kontakt mit der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und andere Regulierungsbehörden über die Sicherheit von Covid-19-Impfstoffen. Der Impfrat, der die WHO zu Impfstoffsicherheit berät, prüfe zurzeit alle vorhandenen Studien und Angaben. Sobald dies abgeschlossen sei, werde die WHO erneut informieren.

Kate O'Brien, Leiterin der Impfabteilung bei der WHO, sagte, wenn Impfstoffe eine Notfallzulassung der WHO hätten, heiße dies, sie erfüllen alle gängigen Standards zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität. Astrazeneca hat neben dem Impfstoff von Biontech/Pfizer eine Notfallzulassung.

Landkreis schließt die Schulen wieder

14:05
17.03.2021
Die Freude über den Präsenzunterricht wenigstens für die Abschlussklassen ist nach nicht einmal einer Woche wieder vorbei. Die Corona-Entwicklung macht die Fortsetzung des Unterrichts nicht mehr möglich.

Kulmbach - Es hat nicht einmal eine ganze Woche gedauert, dass die Schüler der Abschlussklassen der Realschule sowie der Mittel- und Fach- und Wirtschaftsschulen im Landkreis wieder Präsenzunterricht haben durften. Nun ist von Donnerstag an damit wieder Schluss.

Der Landkreis Kulmbach hat am Mittwoch alle Schulen, auch die Gymnasien, davon unterrichtet, dass aufgrund der weiter steigenden Inzidenz-Werte ein Präsenzunterricht nicht mehr verantwortet werden könne. Einzige Ausnahme: Zu der Erbringung von Leistungsnachweisen können die Abiturienten an den beiden Gymnasien und an der FOS/BOS in die Schule kommen. Ansonsten gilt auch für sie Distanzunterricht.

An den anderen Schulen, sagt Oliver Hempfling vom Landratsamt, seien bis zu den Osterferien keine Leistungsnachweise vorgesehen. Deshalb werden diese Schüler komplett wieder Distanzunterricht haben. Um die Regelung auf sichere Beine zu stellen, wird der Landkreis wieder eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie wird vorerst bis zum Beginn der Osterferien einschließlich bis 26. März dauern.

„Das System sieht vor, dass man bei außergewöhnlichen Ereignissen handeln muss. Ein Sprung um 68 Fälle und 40 Pinkten in der Inzidenz binnen einer Woche zwingt uns, gegenzusteuern.“ Die derzeitigen Fälle zeigten, wie leicht man sich anstecken kann, sagt Hempfling. Die Probleme, die nun mit dem erneuten Homeschooling entstehen, seien der Behörde bewusst. „Aber angesichts der Lage gewinnt der Gesundheitsschutz die Oberhand.“