Letztes Update:
20210317165513

Nachweis über PCR-Tests könnte erschwert sein

10:33
17.03.2021
In Frankreich ist eine neue Variante des Coronavirus gemeldet worden. Der Nachweis der Variante könnte über PCR-Tests erschwert sein. Mehrere Patienten mit typischen Symptome von Covid-19 hätten ein negatives PCR-Testergebnis erhalten.

Paris - Frankreichs Gesundheitsbehörden haben eine neue Variante des Coronavirus gemeldet, bei der ein Nachweis über die herkömmlichen PCR-Tests erschwert sein könnte. Es habe mehrere Patienten gegeben, die typische Symptome von Covid-19 aufgewiesen, aber ein negatives PCR-Testergebnis erhalten hätten, teilte die Generaldirektionen des französischen Gesundheitsministeriums mit.

Aufmerksam wurden die Behörden demnach bei einem Ausbruch in einem Krankenhaus in Lannion in der Bretagne. „Die ersten Analysen dieser neuen Variante lassen nicht den Schluss zu, dass sie ernster oder übertragbarer ist als das ursprüngliche Virus“, hieß es. Eingehende Untersuchungen seien im Gang.

Die Gesundheitsbehörden stuften die Variante als „variant under investigation“ ein, also eine genau zu beobachtende. Die Generaldirektion betonte, dass Viren sich ständig weiterentwickeln und dementsprechend Systeme zur Überwachung eingerichtet worden seien.

Auch Brauereigasthöfe bekommen nun Coronahilfen

10:22
17.03.2021
Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte wird der Zugang zu den November- und Dezemberhilfen verbessert und vereinfacht. Verbände sprechen von einem überfälligen Schritt.

Berlin/München (dpa/lby) - Nach scharfer Kritik der Bierbranche bekommen nun auch Brauereigasthöfe Coronahilfen. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte werde der Zugang zu den November- und Dezemberhilfen verbessert und vereinfacht.

Künftig ist der "Gaststättenanteil" einer Brauerei unabhängig von den sonstigen Umsätzen antragsberechtigt. Das betrifft nicht nur Brauereigaststätten, sondern auch die Vinotheken auf Weingütern und Straußwirtschaften.

"Die Brauereigaststätten stehen für unser Lebensgefühl und prägen Bayerns Kulturlandschaft", sagte Ministerpräsident Markus Söder erklärte der CSU-Chef demnach. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nannte die Verständigung ein "wichtiges Signal".

Bevor Altmaiers Ministerium einlenkte, hatte es monatelangen Streit gegeben. "Es ist ein längst überfälliger Schritt", erklärte Thomas Geppert, der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern. Auch der Bayerische Brauerbund hatte die Ungleichbehandlung gegenüber Bäckern, Konditoren oder Metzgern mit angeschlossener Bewirtung beklagt.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ging nach Altmaiers Ankündigung gleich einen Schritt weiter: "Jetzt muss die schrittweise Öffnung der Gastronomie erfolgen, damit diese Traditionsbetriebe ihr Geld wieder am Markt verdienen können und nicht auf Dauer am Tropf des Steuerzahlers hängen müssen."