Letztes Update:
20210301145455

Kontakte zwischen Mitarbeitern größtes Corona-Risiko in Kitas

12:26
01.03.2021
Für eine Studie des rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamts und der Universität Heidelberg wurden Corona-Fälle in Schulen und Kindertagesstätten ausgewertet.

Koblenz/Heidelberg - Viele Corona-Infektionen in Kindergärten lassen sich offenbar darauf zurückführen, dass Erzieherinnen und Erzieher ihre Kollegen anstecken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamts und der Universität Heidelberg, für die landesweit Corona-Fälle in Schulen und Kindertagesstätten ausgewertet wurden.

   

Die Daten sind Teil einer am Montag in Koblenz vorgestellten Vorabveröffentlichung. Die Behörde empfahl, bei Hygienekonzepten für Kindergärten künftig einen besonderen Schwerpunkt auf Kontakte im Kollegenkreis zu legen - etwa in Pausen- und Besprechungsräumen.

Die Wissenschaftler hatten für ihre Untersuchungen die Daten rheinland-pfälzischer Gesundheitsämter zwischen September und Dezember 2020 geprüft. In diesem Zeitraum waren insgesamt 784 Erstinfektionen an Schulen und in Kindergärten durch Labortests bestätigt worden, die unter den betreuten Kindern, Jugendlichen und beim Personal zu 329 Folgefällen führten. Für 441 der 784 sogenannten Indexfälle lagen detaillierte Angaben über die Anzahl der Kontaktpersonen und zu den Ergebnissen von Corona-Tests im Umfeld der Einrichtungen vor.

Demnach infizierten sich in Kindergärten und Schulen jeweils ein bis zwei Prozent der engen Kontakte einer positiv getesteten Person ebenfalls mit dem Coronavirus. In Kindergärten führte eine Infektion bei einem Erwachsenen durchschnittlich zu 1,26 weiteren Fällen in der Einrichtung, wobei in der Mehrzahl andere Mitarbeiter betroffen waren. Ein infiziertes Kita-Kind gab das Virus im Kindergarten im Schnitt an 0,66 andere Personen weiter, überwiegend an andere Kinder.

Verein: Astrazeneca-Impfung auch für Senioren

12:41
01.03.2021
 München (dpa/lby) - Die Landesseniorenvertretung Bayern (LSVB) fordert die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für Ältere. Angesichts der bevorstehenden dritten Welle in der Pandemie müsse die Politik sofort handeln, betonte der Vereinsvorsitzende Franz Wölfl am Montag in München.

München (dpa/lby) - Die Landesseniorenvertretung Bayern (LSVB) fordert die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für Ältere. Angesichts der bevorstehenden dritten Welle in der Pandemie müsse die Politik sofort handeln, betonte der Vereinsvorsitzende Franz Wölfl am Montag in München. Die Politik dürfe sich nicht länger hinter einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) verstecken.

   

Die Stiko empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff nur für Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren. Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen bisher keine ausreichenden Daten vor, so die Begründung. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte sich für die europaweite Zulassung des Impfstoffs ausgesprochen - für Erwachsene ab 18 Jahren ohne eine Altersbegrenzung.

"Beim Impfen geht es um die Gesundheit der Menschen, um Leben und Tod", meinte Wölfl. "Die Entscheidung hierüber ist ausschließlich Sache der gewählten Volksvertreter, auch wenn es hierzu manchmal einer gehörigen Portion Mut bedarf."

Die Landesseniorenvertretung ist die überparteiliche Dachorganisation der kommunalen Seniorenvertretungen in Bayern.