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Astrazeneca-Lieferprobleme - Auswirkungen auf Bayern unklar

15:21
13.03.2021
Nach Bekanntwerden drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs Astrazeneca sind die Konsequenzen für Impfungen in Bayern unklar. 

München - „Wir werden die genauen Auswirkungen sorgfältig prüfen“, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag auf Anfrage in München. Für die kommende Woche solle sich erstmal nichts ändern: „Die Auslieferungen von Impfstoff an die Impfzentren in der kommenden Woche laufen wie geplant“, betonte der Sprecher. Weitere Angaben machte er nicht.

Thüringen hatte zuvor die Vergabe von Impfterminen gestoppt und den geplanten Start von Impfungen beim Hausarzt verschoben. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als „absolut inakzeptabel“.

Ihr bayerischer Amtskollege Klaus Holetschek (CSU) hatte Freitag erst bekanntgegeben, dass die bayerischen Hausärzte schon am 1. April und damit früher als anderswo in Deutschland mit dem Impfen starten sollen. Ob sich an dieser Strategie angesichts der Lieferprobleme etwas ändert, blieb zunächst offen.

Der Hersteller Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen.

RKI rechnet in Osterwoche mit mehr Infektionen als an Weihnachten

13:51
13.03.2021
Das Robert Koch-Institut prognostiziert in der Woche nach Ostern höhere Neuinfektionszahlen als rund um Weihnachten. „Die Extrapolation der Trends zeigt, dass mit Fallzahlen über dem Niveau von Weihnachten ab KW 14 zu rechnen ist“, heißt es im Lagebericht vom Freitagabend. 

Berlin - Die Kalenderwoche 14 beginnt am 5. April, dem Ostermontag. Die Inzidenz könnte dann bei 350 liegen. Demnach zeigt sich bei der Variante B.1.1.7 ein exponentiell ansteigender Trend der Sieben-Tage-Inzidenz seit der zweiten Kalenderwoche. Alle zwölf Tage habe sich diese verdoppelt.

Demgegenüber zeige der Verlauf bei allen übrigen Varianten einen Rückgang um etwa 19 Prozent pro Woche. Diese beiden Trends würden sich zurzeit noch überlagern, was insgesamt zu der nur langsam ansteigenden Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen vier Wochen geführt habe.

Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12 674 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 3117 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen mit 76,1 deutlich höher als am Vortag (72,4). Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 239 weitere Todesfälle verzeichnet.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9 557 Neuinfektionen und 300 neue Todesfälle verzeichnet. Bereits am Freitag hatte es einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche und der Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gegeben.