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Bundestagspräsident Schäuble für Corona-Impfung bei Olympia-Startern

08:06
13.03.2021
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble befürwortet eine zügige Impfung von Olympia-Teilnehmern gegen Corona, so bald die Impfstoff-Situation es zulässt.

Berlin -  Er hoffe, dass man für diese Athleten, was die Verfügbarkeit der Impfstoffe und das Impfen anbetreffe, innerhalb der nächsten Wochen zu einem etwas pragmatischeren Umgang kommen könne, sagte der CDU-Politiker im Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). Sobald einigermaßen genügend Impfstoff vorhanden sei, so dass auch Hausärzte in die Versorgung einbezogen würden, „stellt sich die Frage der strengen Priorisierung neu“, und er finde es dann richtig, dass die potenziellen Olympiakandidaten, „wenn sie das möchten“, geimpft werden, sagte Schäuble.

Für den früheren Bundesinnenminister, der in diesem Amt auch für den Sport zuständige war, geht es in seinem Impf-Plädoyer um mehr als nur den Start bei den Olympischen Spielen in Tokio. Es gehe auch um eine gute Vorbereitung, um Trainingslager und Qualifikationswettbewerbe, die allein mit strengen Hygiene- und Abstandsregelungen und den häufigen Tests nicht optimal zu leisten seien. „Wir sollten unseren Olympiateilnehmern, wenn die Spiele stattfinden, auch faire Wettbewerbschancen geben“, forderte Schäuble.

Luftfilter für 12.000 Schulräume beantragt

08:05
13.03.2021
Luftfilter könnten in Klassenzimmern für zusätzliche Sicherheit in der Corona-Pandemie sorgen. Ein Förderprogramm des Kultusministeriums ist beinahe ausgeschöpft, aber nur ein Bruchteil der Schulaufwandsträger hat Geld beantragt.

München - Bayerische Schulträger haben Geld für Luftfilter in 12.000 Klassenzimmern und Fachräumen beantragt. Für rund 4700 ist die Förderung bereits bewilligt, wie das Kultusministerium auf Anfrage mitteilte. In einer zweiten Runde bis Ende März liegen bisher etwa 7300 weitere Anträge vor. Bayernweit gibt es laut Kultusministerium rund 74 000 Schulklassen. Eine exakte Zahl der Klassenzimmer und Fachräume liegt nicht vor, sie dürfte aber höher sein.

Die Förderung ist Teil eines im Herbst beschlossenen Programms in Höhe von 37 Millionen Euro. In der ersten Runde, die bis zum Jahresende lief, waren mobile Luftfilter für schlecht zu lüftende Räume mit 13,9 Millionen Euro und CO2-Messgeräte mit 9,5 Millionen gefördert worden. Wie viele Geräte bereits in den Schulen im Einsatz sind, ist nicht bekannt.

In der zweiten Runde liegen nun Anträge auf Luftfilter für 7300 weitere Räume vor. Wie gut sie gelüftet werden können, ist dabei nicht entscheidend. Bis zu 50 Prozent der Kosten zahlt der Freistaat, maximal aber 1750 Euro. Für öffentliche Schulen ist noch ein Rest-Förderungsbudget von 4 Millionen vorhanden, bei privaten Schulen sind die Mittel bereits ausgeschöpft.

Bei weitem nicht alle der bayernweit 2500 Schulaufwandsträger haben Anträge für Luftfilter gestellt. In der ersten Runde waren es laut Kultusministerium 456, in der zweiten derzeit 375. Dabei sind Doppelungen möglich. Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisierte die „geringe Akzeptanz“. Er finde es bedauerlich, dass nicht stärker darauf zurückgegriffen werde, sagte er am Freitag.