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Schulleitungsverband lehnt Selbsttests in Klassenzimmern ab

17:31
12.03.2021

München (dpa/lby) - Der bayerische Schulleitungsverband lehnt Schüler-Selbsttests in Klassenzimmern ab.

Es könne nicht sein, dass Schulleitungen die Verantwortung dafür trügen, dass Selbsttests ordnungsgemäß durchgeführt würden, kritisierte der Verband am Freitag. Das Verfahren müsse zurückgenommen werden; die Tests müssten zu Hause unter Anleitung der Eltern oder durch die Eltern stattfinden.


An den Schulen gebe es keinerlei Schutzausrüstung, erläuterte der Verband, der Schulleitungen an Grund-, Mittel- und Förderschulen vertritt. Nun sollten ungeimpfte und somit ungeschützte Lehrkräfte Selbsttests bei Grund- und Mittelschülern anleiten, überwachen und gegebenenfalls eingreifen. Das sei nicht zumutbar. Mindestabstände seien nicht einhaltbar - und bei den Tests müssten Masken abgesetzt werden. "Zudem wird das Ziel, infizierte Schüler/innen von der Schule fernzuhalten, ad absurdum geführt, wenn diese in den Klassenzimmern getestet werden."

Der Verband beruft sich auf ein Papier des Kulturministeriums, in dem es heißt, die Selbsttests sollten "spätestens nach den Osterferien" an den Schulen erfolgen - im Klassenzimmer oder anderen Räumen sowie unter Aufsicht und gegebenenfalls unter Anleitung. Ein Ministeriumssprecher ergänzte, die Teilnahme sei für die Schüler freiwillig, die Zustimmung der Eltern nötig. Jede Schule entscheide für sich, ob die Selbsttests schon vor den Osterferien möglich seien.

Der Schulleitungsverband kritisierte weiter, zu guter Letzt liege die Entsorgung der Tests bei Lehrkräften und Schulen. Lehrkräfte könnten dabei mit dem Speichelsekret eines Kindes in Berührung kommt. "Das kann absolut nicht verlangt werden. Die Grenze der Zumutbarkeit ist hier klar überschritten." Der Gesundheitsschutz des Personals und die Fürsorgepflicht für das Personal werde "in grobem Maße" verletzt.

Schulsport wieder für alle Jahrgangsstufen

17:30
12.03.2021
München (dpa/lby) - Sportunterricht ist an Bayerns Schulen wieder für alle Jahrgangsstufen möglich.

Schülerinnen und Schüler müssen sich dabei wegen Corona an Hygieneregeln halten, betonte das Kultusministerium am Freitag. Sie sollen Abstand halten, drinnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und regelmäßig lüften. Die Übungszeit in Sporthallen ist auf zwei Unterrichtsstunden begrenzt.


"Corona hat den Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen, den wir schon länger mit Sorge beobachten, noch verstärkt", erklärte der Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes, Jörg Ammon. "Daher ist es richtig und wichtig, dass die Sportausübung wieder an den Start gehen kann." Zuletzt war Schulsport nur in den Abiturklassen möglich.

"Mit Angeboten in virtuellen Sporthallen und Lehrerfortbildungen haben wir den Schulsport aber auch im Distanzunterricht weiter fest im Blick", teilte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) mit.

Pilotprojekt des Landkreises Hof: 100 Impfdosen pro Arztpraxis

17:17
12.03.2021
In einem Pilotprojekt haben erste Hausarztpraxen im Landkreis Hof mit dem Impfen begonnen. Jede hat zunächst 100 Dosen zur Verfügung gestellt bekommen.

Landkreis - In dieser Woche haben zwölf Hausarzt-Praxen in Stadt und Landkreis Hof, wie berichtet, mit dem Impfen begonnen. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt, bei dem der Landkreis das Impfen durch die ortsansässigen Mediziner erproben möchte. Wie die Sprecherin des Landkreises auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, hat bislang jede der Arztpraxen 100 Impfdosen erhalten. Wie weit die Impfungen fortgeschritten sind, davon hat der Landkreis keine Kenntnis. „Aber die Ärzte sind hoch motiviert dabei.“ In Zukunft, wenn der reguläre Impfbetrieb durch die Hausärzte startet und mehr Impfstoff zur Verfügung steht, sollen die impfenden Praxen zu gleichen Teilen den Impfstoff erhalten, den das Impfzentrum in Hof – bald mit Außenstelle in Helmbrechts – selbst bei Vollauslastung nicht verimpfen kann.