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Erholung nach Pandemie: Ryanair will 2000 Piloten einstellen

13:28
12.07.2021
Die Flugzeuge heben wieder ab - auch bei Ryanair. Bis 2024 hat die die irische Fluggesellschaft einiges vor.

Dublin - Nach dem Einbruch des Luftverkehrs durch die Corona-Pandemie will die irische Fluggesellschaft Ryanair in den kommenden drei Jahren 2000 Piloten einstellen. Gesucht werden vor allem Nachwuchskräfte, wie das Unternehmen mitteilte.

Freie Kapitänsposten würden vor allem intern vergeben. Noch in diesem Jahr sollen dafür Trainingskurse beginnen. Hintergrund der Neueinstellungen ist die Anschaffung von mehr als 200 Boeing 737 der neuesten Generation. Die Erholung von der Corona-Krise will Ryanair bis 2024 abgeschlossen haben. Bis dahin will der Billigflieger die Marke von 200 Millionen Passagiere jährlich knacken.

Regierung: Keine Abkehr von Corona-Inzidenzwerten

11:37
12.07.2021
Welche Parameter helfen bei der Einschätzung der Corona-Lage? Die Bundesregierung will künftig auch Krankenhauseinweisungen hinzuziehen. Eine komplett neue Strategie ist aber nicht geplant.

Berlin - Die Bundesregierung hat bekräftigt, dass sie bei der Beurteilung der Corona-Lage weiterhin die Sieben-Tage-Inzidenz im Blick behalten wird.

Es sei wichtig, weitere Parameter wie die Krankenhauseinweisungen wegen Covid-19 hinzuzuziehen, um die Lage einzuschätzen. "Aber das ist nicht als eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz zu verstehen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Berlin.

Es sei auch keine Änderung der politischen Strategie damit verbunden, unterstrich der Sprecher. Die Inzidenz sei nach wie vor ein wichtiger Parameter, weil sie unter anderem Trends erkennen lasse. Auf die Frage, ob Maßnahmen wie Schulschließungen künftig weiterhin an die Höhe der Inzidenz gekoppelt werden, verwies der Sprecher auf die Zuständigkeit der Länder im Schulbereich.

Seibert: "Noch nicht ausreichend gewappnet"

Regierungssprecher Steffen Seibert fügte hinzu, man sei unter anderem dank der Impfungen in einer recht guten Lage. Wirtschaft und Handel könnten arbeiten, das Kulturleben kehre zurück. "Das heißt aber alles nicht, dass wir schon in einer Situation der Normalität wären, wenn man mit 'normal' vor der Pandemie meint."
Ein Blick in Nachbarländer mache klar, dass niedrige Fallzahlen schnell wieder explodieren könnten. Damit gingen Risiken einher. Es könnten wieder mehr Menschen krank werden.

Das Impfen habe die Gesamtrechnung verändert. "Aber wir sind noch nicht ausreichend gewappnet für den Fall dass die Zahlen wieder wirklich stark ansteigen", sagte Seibert.