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Optimismus in der deutschen Wirtschaft wächst

10:11
12.07.2021
Die Pandemie verliert langsam ihren Schrecken, die Stimmung hellt sich deutlich auf. Viele Unternehmen schauen doch recht zuversichtlich in die Zukunft.

Köln - Angesichts deutlich gesunkener Corona-Inzidenzzahlen und steigender Impfquoten wächst der Optimismus in der deutschen Wirtschaft.

"Erstmals seit Beginn der Pandemie schauen die meisten Unternehmen richtig zuversichtlich auf das laufende Jahr", fasste das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln das Ergebnis seiner jüngsten Konjunkturumfrage zusammen. "Aktuell verliert die Pandemie ihre Schrecken", sagte IW-Konjunkturchef Michael Grömling.

Gut die Hälfte (51 Prozent) der 2000 befragten Unternehmen rechnet demnach für das laufende Jahr mit einer höheren Produktion als im Krisenjahr 2020. Nur noch 15 Prozent erwarten schwächere Geschäfte. Rund 43 Prozent der Unternehmen wollen mehr Beschäftigte einstellen als im vergangenen Jahr, rund 42 Prozent wollen mehr investieren. Im Vergleich zur Befragung im Frühjahr hat sich die Stimmung damit deutlich aufgehellt.

Allerdings gibt es zwischen den Branchen noch große Unterschiede. Am größten ist der Optimismus in der Industrie: Hier schauen 59 Prozent der Firmen optimistisch in die Zukunft, obwohl aktuell Lieferprobleme bei wichtigen Vorprodukten wie Chips die Produktion bremsen. Im Dienstleistungssektor rechnet immerhin etwa jedes zweite Unternehmen mit besseren Geschäften. In beiden Branchen gehen lediglich 13 Prozent der Firmen von einer geringeren Produktion als 2020 aus.

Trotz des verbreiteten Optimismus werde es Jahre dauern, bis der durch die Corona-Pandemie verursachte Einbruch wieder ausgeglichen sei, sagte IW-Konjunkturexperte Grömling. Wichtig sei jetzt vor allem, dass ein neuer Lockdown vermieden werde.

Ärzteverbände: "Schulschließungen im Herbst vermeiden"

10:10
12.07.2021

München (dpa/lby) - Bayerische Ärzteverbände fordern, erneute Schulschließungen im Herbst unbedingt zu vermeiden.

Psychische Belastungen hätten bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen, teilten die Bayerische Landesärztekammer, die Psychotherapeutenkammer Bayern und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns in München mit. Um sie vor weiteren psychischen Belastungen zu schützen, müssten die Ende Juli beginnenden Sommerferien intensiv genutzt werden, um notwendige Präventions- und Kontrollmaßnahmen einzuleiten.

Die Verbände begrüßten die Beschlüsse des bayerischen Ministerrats zu Testkonzepten in Schulen und zur Anschaffung mobiler Luftfiltergeräte. Sollte die Ständige Impfkommission eine Empfehlung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren aussprechen, so befürworte man eine Impfkampagne für diese Altersgruppe. Für eine gesunde psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sei es wichtig, soziale Kontakte mit Gleichaltrigen zu pflegen und einen geregelten Zugang zu Bildung in einem guten Lernumfeld zu haben.