Letztes Update:
20210708065441

US-Forscher: Bereits vier Millionen Corona-Tote weltweit

05:19
08.07.2021
Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als vier Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit stieg die Zahl der global bekannten Corona-Todesfälle innerhalb von knapp drei Monaten von drei auf vier Millionen an. Weltweit gab es bislang rund 185 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus, wie Daten der Universität zeigten. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder zeitweise nach unten korrigiert. Nach Angaben der WHO gab es bisher 3,98 Millionen bestätigte Todesfälle und knapp 184 Millionen bekannte Infektionen.

In absoluten Zahlen wurden die meisten Corona-Todesfälle bislang aus den USA gemeldet. In dem Land mit 330 Millionen Einwohnern starben seit Anfang vergangenen Jahres rund 605 000 Menschen. An zweiter Stelle folgt Brasilien mit 525 000 Toten, auf Rang drei liegt das bevölkerungsreiche Indien mit gut 400 000 Toten. In Deutschland waren nach den Johns-Hopkins-Daten bislang gut 91 000 Corona-Tote zu beklagen.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die tödlich verlaufen kann. Es gibt in allen Altersgruppen Todesfälle, aber ältere und immungeschwächten Patienten sind besonders betroffen.

Rufe nach kreativeren Impfangeboten: auf Einkaufsmeilen und Märkten

04:43
08.07.2021
Angesichts des deutlich sinkenden Impftempos fordern immer mehr Politiker und Experten «kreativere Impfangebote» direkt dort, wo die Menschen sich viel aufhalten. Bürger müssten sich auch in Fußgängerzonen, Wohnsiedlungen und bei Veranstaltungen impfen lassen können, forderte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, in der «Welt».

Ähnlich sieht das die Ärztegewerkschaft Marburger Bund: «Da ist etwas mehr Kreativität bei den lokalen Behörden gefragt», sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Donnerstag). «Wir müssen Menschen auch direkt ansprechen und nicht warten, bis sie ins Impfzentrum oder zum Hausarzt kommen. Je niedrigschwelliger, desto besser.»

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans sprach sich für zusätzliche Anreize aus. «Man könnte an eine Verlosung denken, bei der unter den Impfbereiten beispielsweise ein Fahrrad, ein Fremdsprachenkurs oder ein anderer schöner Preis ausgegeben wird», sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Mobile Impfteams und Sonderaktionen seien gerade in sozialen Brennpunkten nötig.

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides rief im «Handelsblatt» (Düsseldorf) zur Beschleunigung der Impfkampagnen auf. Die EU werde zwar ihr Ziel erreichen, bis Ende Juli genug Impfstoffe für 70 Prozent der Erwachsenen zu haben. Doch weil Virusvarianten «die Übertragbarkeit erhöht» hätten, brauche man «mehr als 70 Prozent, um sicher zu sein». Die Seuchenschutzbehörde ECDC werde zudem bald Empfehlungen für die Schulen vorlegen. «Wir können Kinder nicht zu Hause lassen, nur weil es keine Impfungen für sie gibt», sagte Kyriakides.

In den vergangenen zwei Wochen ist die Zahl der Impfungen pro Tag in Deutschland zurückgegangen. Am Dienstag wurden nach Zahlen des Robert Koch-Instituts 699 500 Impfdosen verabreicht, am Dienstag der Vorwoche waren es 917 000, an den Dienstagen der drei Wochen davor jeweils mehr als eine Million Dosen.