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Kein O.K. für Corona-Hilfen: EU-Kommission contra Orban

15:27
06.07.2021
Ungarn hat erneut Ärger mit der EU-Kommission. Diesmal geht es nicht nur um die Einhaltung von europäischen Standards, sondern auch um sehr viel Geld.

Brüssel - Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen legt sich einmal mehr mit der Regierung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban an. Nach dpa-Informationen verweigert die Brüsseler Behörde derzeit dem ungarischen Plan für die Verwendung von EU-Corona-Hilfen eine positive Bewertung.

Grund sind nach Angaben aus EU-Kreisen bislang nicht ausreichende Garantien und Vorkehrungen gegen eine missbräuchliche Verwendung der Gelder. Eine positive Bewertung des Plans für die Mittelverwendung ist Voraussetzung dafür, dass Ungarn Geld aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität (RFF) der EU bekommen kann. Für das Land sind nach derzeitigen Berechnungen eigentlich rund 7,2 Milliarden Euro vorgesehen.


Die Kommission hatte sich jüngst bereits wegen eines Gesetzes zur Einschränkung von Informationen über Homosexualität und Transsexualität mit der Regierung des rechtsnationalen Politikers Orban angelegt. EU-Kommissionschefin von der Leyen nannte das Gesetz eine Schande und will es notfalls sogar vor den Europäischen Gerichtshof bringen. Sie hält das Gesetz für diskriminierend und damit für unvereinbar mit den Werten der EU.
   
Der Konflikt dürfte sich noch zuspitzen

Wie der Streit um den Plan für die Corona-Hilfen gelöst werden könnte, war am Dienstag unklar. Sollte Ungarn nicht in den nächsten Tagen einlenken und Zugeständnisse machen, könnte es allerdings bereits in der kommenden Woche zu einem Show-down kommen. Wenn die Kommission einen Aufbau- und Resilienzplan negativ bewertet, soll sie nämlich eigentlich innerhalb von zwei Monaten nach dessen Einreichung eine offizielle Begründung vorlegen. Diese Frist endet am kommenden Sonntag.
Die ungarische Vertretung bei der EU war am Dienstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Von der Leyen ließ allerdings in einer Rede vor dem Europaparlament in Straßburg erkennen, dass die Kommission bei Themen wie diesem hart zu bleiben gedenkt.

"Der Weg, auf dem wir diese Krise hinter uns lassen, ist auch mit der Vertrauensfrage verknüpft", erklärte sie. Dabei gehe es um das Vertrauen von Investoren und Unternehmen in eine verantwortungsvolle Regierungsführung, um das Vertrauen in solide Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption und Betrug und um das Vertrauen in freie Medien und unabhängige Gerichte.

Und letztlich sei dies auch für die europäischen Steuerzahler wichtig, ergänzte sie. Denn die finanzieren letzten Endes die Corona-Hilfen.

Kulmbach: Sieben-Tage-Inzidenz bleibt bei Null

15:21
06.07.2021
   
Tests sind im Raum Kulmbach kaum noch gefragt. Derweil bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz bei Null stehen. Und bei der Impfquote tut sich langsam wieder etwas.

Kulmbach - Corona ist im Landkreis Kulmbach statistisch aktuell kein Thema. Daran hat sich am Dienstag nichts geändert. Es gab keinen neuen Fall, sodass die Sieben-Tage-Inzidenz unverändert bei Null bleibt. Lediglich acht Bürger befinden sich noch in Quarantäne, einer wird am Klinikum stationär wegen des Virus betreut. Die Quote der Erstimpfungen nähert sich der 60er-Marke (59,6 Prozent), bei den Zweitimpfungen liegt der Wert bei 41,8 Prozent. Tests sind derzeit kaum noch gefragt. In der Abstrichstelle in Kulmbach wurden am Dienstag lediglich 36 durchgeführt.