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20210624192013

Landkreis Kulmbach: Es bleibt bei Inzidenz von 9,78

16:53
24.06.2021
Kein neuer Corona Fall am Donnerstag im Kulmbacher Land: Das hat auf den Inzidenzwert aber keinen Einfluss.


Kulmbach - Es bleibt, nachdem am Donnerstag kein neuer Coronafall im Landkreis entdeckt worden ist, bei der Inzidenz 9,78, teilt das Kulmbacher Landratsamt mit. Von den aktuell neun Corona-Fällen fallen sieben in die vergangenen sieben Tage. Die Zahl der Menschen aus dem Landkreis, die in Quarantäne sind, ist auf jetzt 67 angestiegen. 44 weitere PCR-Tests sind am Donnerstag durchgeführt worden. Von den neun Fällen fallen je einer auf Himmelkron, Marktleugast und Kasendorf. Sechs Fälle sind aus der Stadt Kulmbach bekannt. Die Summe der Erstimpfungen liegt nun bei 54,01 Prozent. 38 653 Kulmbacherinnen und Kulmbacher haben ihre erste Impfung erhalten. Bei 26 793 Landkreisbürgern ist die Impfung bereits abgeschlossen. Die Quote liegt in dem Bereich nach Behördenangaben jetzt bei 37,44 Prozent. Mehr Infos unter landkreis-kulmbach.de. red

Online-Redaktion

Weniger Inobhutnahmen in Jugendämtern im Corona-Jahr 2020

16:28
24.06.2021
Überforderte Eltern, Vernachlässigung, Misshandlung: In solchen Fällen bringen Jugendämter Kinder vorübergehend unter. Anders als erwartet stieg die Zahl in der Pandemie nicht. Das kann aber täuschen.

Wiesbaden - Die Jugendämter in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen als im Jahr davor. Die Zahl der Inobhutnahmen sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag um acht Prozent auf rund 45.400.

Möglicherweise blieben in der Pandemie aber viele Fälle unentdeckt. Zum aktuellen Rückgang der Zahlen hieß es: "Anders als in den beiden Vorjahren war dafür im Corona-Jahr 2020 jedoch nicht allein die sinkende Zahl der Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise verantwortlich." Und weiter: "Noch deutlicher war der Rückgang in Fällen von dringender Kindeswohlgefährdung." Auch die Zahl der Selbstmeldungen von Jungen und Mädchen habe abgenommen.

"Inwieweit diese Entwicklungen in Zusammenhang mit den Lockdowns und den Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie stehen, lässt sich anhand der vorliegenden Ergebnisse nicht beantworten", hieß es in Wiesbaden. Studien wiesen jedoch darauf hin, "dass ein Teil der Kinderschutzfälle coronabedingt unentdeckt geblieben und das Dunkelfeld somit gewachsen sein könnte".

Am häufigsten wurden Kinder und Jugendliche 2020 wegen der Überforderung eines oder beider Elternteile in Obhut genommen - in 41 Prozent der Fälle. Mit Abstand folgte an zweiter Stelle die unbegleitete Einreise aus dem Ausland (17 Prozent). Anzeichen für Vernachlässigungen waren der dritthäufigste Grund (15 Prozent), gefolgt von Hinweisen auf körperliche Misshandlungen (13 Prozent). Ebenso häufig ging es um Beziehungsprobleme und in acht Prozent der Fälle um psychische Misshandlungen.

Ein Drittel aller 2020 in Obhut genommenen Jungen und Mädchen war jünger als zwölf Jahre, jedes zehnte Kind sogar jünger als drei Jahre. Während der Inobhutnahme wurde die Mehrheit der Betroffenen zum Beispiel einem Heim untergebracht. Etwa jede zweite Schutzmaßnahme konnte nach spätestens zwei Wochen beendet werden. In etwa jedem achten Fall dauerte die Inobhutnahme drei Monate oder länger.

dpa