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20210615135249

Holetschek: Impfungen von Abschlussklassen ab Ende Juni

13:36
15.06.2021
Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli sollen in Bayern die Schüler der Abschlussklassen Angebote für Corona-Impfungen erhalten. Derzeit liefen noch die Planungen für die Umsetzung, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit Blick auf die kommenden Wochen.

"Wir planen jetzt mal so in Richtung Ende Juni Anfang Juli, das dann zeitlich natürlich nicht auf einmal, aber immer wieder durchzuführen und hoffen, dass uns der Impfstoff auch zur Verfügung steht, den wir dazu natürlich brauchen."


Mitte Mai hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass noch im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und "vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind".

Mediziner: Corona-Pandemie geht in "chronische Phase" über

13:35
15.06.2021
Der Chef der Gesellschaft für Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, sieht Corona zu einer Erkrankung des Klinikalltags werden. Er fordert ein Ende des «pandemischen Denkens» in Bezug auf das Virus.

Berlin - Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, fordert ein Ende des "pandemischen Denkens" in Bezug auf das Coronavirus.

Man werde in den kommenden Wochen und Monaten aus der pandemischen Phase herauskommen, künftig werde Covid eine Erkrankung des Klinikalltags werden und den Schrecken einer in Wellen verlaufenden Pandemie verlieren, sagte Karagiannidis bei einer digitalen Pressekonferenz des Verbands am Dienstag.


"Wir werden in den kommenden Tagen die magische Grenze von 1000 Patienten unterschreiten." Nun sei die Zeit gekommen, "in eine chronische Phase" überzugehen, sagte Karagiannidis. Corona werde den Klinikalltag in den nächsten Jahren "wie die jährliche Grippewelle" begleiten. Bis zum Herbst sei dann nicht nur mit Corona-Infektionen zu rechnen, sondern auch mit vielen anderen Krankheiten sowie verschobenen Operationen.


"Dann wird es einen Konkurrenzkampf um die Betten geben", sagte Karagiannidis. In den vergangenen Monaten habe man sich auf die Versorgung von Corona-Patienten konzentriert, bei anderen Krankheiten sei dies "nicht in dem Maße" geschehen.

dpa

Deutlich weniger Arbeitsunfälle gemeldet

13:34
15.06.2021
Wegen Corona fand das Arbeitsleben für viele in Form von Homeoffice und Homeschooling ab. Das wirkt sich auch auf die Zahl der Arebitsunfälle aus.

Berlin - Die zeitweilige Schließung von Betrieben und Geschäften hat im vergangenen Jahr die Zahl der Arbeitsunfälle deutlich sinken lassen. Sie ging um 13 Prozent auf gut 760.000 zurück, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung in Berlin mitteilte.

Es gab auch weniger Unfälle auf dem Weg zur Arbeit sowie zur Schule. 2019 waren noch knapp 1,2 Millionen Unfälle in Schulen gemeldet worden, 2020 war es knapp eine halbe Million weniger.

"Homeoffice, Homeschooling, eingeschränkte Mobilität - die Kennzahlen 2020 der gesetzlichen Unfallversicherung sind ein Abbild des Alltags während der Pandemie", sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Hussy. Ein Drittel häufiger wurden dagegen Berufskrankheiten angezeigt, rund 106.500 mal. Gut 30.000 davon standen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, die etwa bei Krankenhauspersonal als Berufskrankheit anerkannt werden kann.

dpa