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Münchens Oberbürgermeister Reiter mahnt Fans zur Vorsicht

07:30
14.06.2021
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Fußball-Fans vor dem ersten EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie zur Vorsicht ermahnt. "Man muss sich nicht unbedingt in den Armen liegen, sondern kann auch allein die Arme hochreißen und jubeln", sagte der SPD-Politiker in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Montag).

Sorgen vor einem neuen Corona-Ausbruch während der Partie an diesem Dienstag hat Reiter nicht, weil in der und rund um die Münchner Arena ein strenges Hygienekonzept greife. "Aber bei den Feiern danach können wir nicht für Abstände sorgen, das können wir auch nicht zeitlich entzerren", warnte der 63-Jährige.

Mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Wochen im Englischen Garten, bei denen teilweise Gewalt eskaliert war, kündigte Reiter ein energisches Vorgehen an. "Wir werden genau hinschauen und analysieren, was wir gegebenenfalls anders regeln können oder müssen", sagte er. Vor und nach jedem Spiel werde es daher einen Krisenstab mit der Polizei geben.

Insgesamt überwiegt bei Reiter aber die Vorfreude auf die vier EM-Spiele in München. Es sei nach dem vergangenen Jahr "ein gutes Signal, mal wieder sportliches Entertainment zu sehen, das die Menschen ein bisschen ablenkt", betonte er. In der bayerischen Metropole dürfen jeweils 14.500 Fans die Partien live im Stadion verfolgen. Wirtschaftlich sei jedoch ein "herber Verlust" zu erwarten, da die Spiele unter normalen Umständen ausverkauft und die Hotels und Gastronomie in der Stadt ausgebucht gewesen wären. "Diese Einnahmen sind so natürlich nicht zu erzielen", sagte Reiter.

RKI registriert 549 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,6

06:48
14.06.2021
Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. 

Berlin - So registrierte das RKI 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig.

Vor einer Woche hatte der Wert bei 1117 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 10 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 715 518 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 580 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 844 angegeben.

dpa