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20210228185813

Österreich entscheidet über weitere Schritte in der Corona-Krise

17:35
28.02.2021
Drei Wochen nach Öffnung aller Geschäfte in Österreich entscheidet die Regierung in Wien am Montag über weitere Maßnahmen. Im Raum stand zuletzt der Neustart der Gastronomie und Hotellerie noch vor Ostern. 

Wien - Allerdings hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag die Entwicklung bei der Zahl der Neuinfektionen als „besorgniserregende Trendwende“ bezeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich aktuell bei etwa 160. Am Sonntag waren binnen 24 Stunden mehr als 2100 Fälle verzeichnet worden, ein Sonntags-Rekord für 2021. Haupttreiber der Steigerung sei die rasche Ausbreitung der stärker ansteckenden Mutanten in Österreich und ganz Europa, hieß es.

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte die Hoffnung auf weitere Lockerungen zuletzt noch geschürt. In einem Interview mit „Bild live“ hatte er erklärt, dass niemand etwas von einem Lockdown habe, an den sich immer weniger hielten. Zuletzt war gerade die Zahl der Neuinfektionen unter den Jüngeren deutlich gestiegen. Am Wochenende wurde in Wien unter anderem eine Party mit 100 Gästen in einem Studentenwohnheim von der Polizei aufgelöst.

Tschechien verschärft Lockdown - Kontrollen an Bezirksgrenzen

16:44
28.02.2021
In Tschechien gilt von Montag an ein deutlich härterer Corona-Lockdown. 

Prag - Die Menschen dürfen ihren jeweiligen Bezirk für drei Wochen nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Erlaubt bleiben Fahrten zur Arbeit, zum Arzt und zu Behörden, wenn schriftliche Nachweise erbracht werden. Die 77 Bezirke entsprechen in ihrer Größe den Landkreisen in Deutschland. Mehr als 25 000 Polizisten und bis zu 5000 Soldaten sollen die Einhaltung der strikten Maßnahmen kontrollieren. Bei Missachtung drohen Geldstrafen von umgerechnet mehr als 400 Euro.

Spaziergänge und Sport sind sogar nur noch in der eigenen Stadt oder Gemeinde erlaubt. Verwandtschaftsbesuche sind verboten. Nur absolut notwendige Geschäfte dürfen noch öffnen. Hintergrund ist, dass Tschechien unter allen EU-Staaten die höchste Corona-Neuinfektionsrate aufweist. Ministerpräsident Andrej Babis warnte eindringlich vor einem Kollaps des Gesundheitssystems und einem „Bergamo in Tschechien“. Die italienische Provinz war im Frühjahr 2020 zum tragischen Symbol der Corona-Krise geworden.