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BFV-Umfrage: Mehrheit für EM in München vor Zuschauern

14:51
03.06.2021

München (dpa/lby) - Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich für die Münchner Partien bei der Fußball-EM Zuschauer zumindest in begrenztem Rahmen.

Einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) zufolge sprachen sich 82,4 Prozent der bislang 1052 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Fans in der Allianz Arena aus. 17,6 Prozent der in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen SLC Management Befragten halten die derzeitige Lage dagegen noch für zu unsicher.

 "Natürlich wünschen wir uns alle, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter zurückgeht und wir endlich wieder einen weitgehend entspannten Sommer genießen können. Zuschauer im Stadion während der EURO in München können hier ein erster richtiger Schritt für mehr gelebte Normalität, aber vor allem auch ein Aufbruchssignal für den Amateurfußball sein", erklärte BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

"Wir alle wollen, dass unsere bayerischen Fußballerinnen und Fußballer mit Freude und ohne die Vielzahl an aktuell noch geltenden Einschränkungen auf den Platz zurückkehren können und auch Zuschauer bei Amateurspielen wieder erlaubt sind", sagte er weiter.

München ist Gastgeber von drei Vorrundenspielen bei der EM sowie von einem Viertelfinale. Fraglich ist, ob Zuschauer zugelassen werden können. Als realistisch gilt ein Szenario mit 14.500 Zuschauern pro Partie.

"Spätestens Anfang Juni muss klar sein, ob es Zuschauer geben kann und wenn ja wie viele", hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) Ende April mit Blick auf die Corona-Lage gesagt. Eine Zuschauer-Garantie gab es von Münchner Seite nicht.

Betrugsvorwürfe: Ministerium verstärkt Vorgehen

14:47
03.06.2021

München (dpa/lby) - Nach Betrugsvorwürfen in Zusammenhang mit Abrechnungen in Corona-Testzentren sollen die Kontrollen verstärkt und mögliche Vergehen streng verfolgt werden.

Sämtliche Fälle, die mit der Abrechnung von Tests in Zusammenhang stehen, würden ab sofort bei der Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen in Bayern (ZKG) gebündelt, sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) laut Mitteilung vom Donnerstag. Das gelte jetzt auch für Testanbieter außerhalb der Gesundheitsbranche.

Wer die Pandemie und die Sorgen der Menschen ausnutze, um sich betrügerisch zu bereichern, werde konsequent verfolgt, so Eisenreich. Bei konkreten Anhaltspunkten für strafbares Verhalten werde die ZKG einschreiten. Allerdings seien die Strafverfolgungsbehörden darauf angewiesen, von den zuständigen Behörden zeitnah Hinweise zu erhalten. "Kontrollen gehören nicht zum Aufgabenfeld der Justiz."

Die ZKG war im September 2020 gegründet worden und ist bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg angesiedelt. Ihre eigentlich Aufgabe ist die Verfolgung von Korruption und Vermögensstraftaten durch Ärzte, Apotheker oder vergleichbare Heilberufe.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte, bereits Anfang der Woche seien die Kreisverwaltungsbehörden angewiesen worden, private Teststellen intensiver zu kontrollieren. "Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit harten Konsequenzen rechnen!" Er sagte aber auch: "Die meisten Corona-Teststellen arbeiten sehr gewissenhaft."

In Bayern waren den Ermittlungsbehörden zuletzt zwei Fälle bekannt, in denen der Verdacht auf Betrügereien rund um Abrechnungen in Corona-Testzentren besteht. Holetschek hatte am Dienstag einen Fall im Kreis Miesbach genannt, wo ein privat betriebenes Testzentrum geschlossen worden sei.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Nürnberg hatte ebenfalls am Dienstag einen weiteren Verdachtsfall bestätigt, der bei der Behörde anhängig sei. Am Donnerstag teilte ein Sprecher mit, dass in einem dritten Fall Vorprüfungen liefen.