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Corona-Impfung mit BioNTech/Pfizer: Israel sieht möglichen Zusammenhang mit Herzmuskelentzündung

12:11
02.06.2021
Israel sieht einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer und Fällen von Herzmuskelentzündung. Wie viele Fälle von Myokarditis aufgetreten sind und wie das Unternehmen die Zahlen bewertet.

Jerusalem - Israel sieht einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Covid-19-Impfstoff von BioNTech/Pfizer und Fällen von Herzmuskelentzündung. Unter den mehr als fünf Millionen Geimpften traten nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums zwischen Dezember und Mai 275 Fälle von Myokarditis auf.

Eine Untersuchung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass es einen möglichen Zusammenhang zwischen der zweiten Dosis und Herzmuskelentzündung bei Männern im Alter zwischen 16 und 30 gebe. Bei 16- bis 19-jährigen Männern sei dies häufiger beobachtet worden als in anderen Altersgruppen. Israel genehmigte gleichwohl die Impfung von 12- bis 15-Jährigen und will damit in der kommenden Woche beginnen, wie der israelische Koordinator für die Pandemiebekämpfung, Nachman Asch, dem Radiosender 103 FM am Mittwoch sagte. „Die Vorteile überwiegen die Risiken.“
Pfizer: Bislang kein kausaler Zusammenhang

Pfizer erklärte, dass dem Unternehmen die Befunde aus Israel bekannt seien. Bislang sei aber kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Myokarditis festgestellt worden. Es sei bisher keine höhere Rate von Herzmuskelentzündungen beobachtet worden, als in der Allgemeinbevölkerung zu erwarten gewesen wäre. Nebenwirkungen der Impfung würden gründlich überwacht und Pfizer tausche sich regelmäßig mit der Abteilung für Impfstoffsicherheit des israelischen Gesundheitsministeriums aus, um die Daten zu überprüfen. Das israelische Gesundheitsministerium hatte Ende April erklärt, Fälle von Herzmuskelentzündung in Verbindung mit der Impfung zu untersuchen.
US-Seuchenbehörde hat weitere Untersuchungen empfohlen

Eine Beratungsgruppe der US-Seuchenbehörde CDC hatte im vergangenen Monat weitere Untersuchungen empfohlen hinsichtlich der Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen Myokarditis und mRNA-Impfstoffen, zu denen neben dem von Pfizer/Biontech auch der von Moderna gehört. Die Behörde hat bisher nicht mehr Fälle beobachtet, als allgemein in der Bevölkerung zu erwarten gewesen wären. Israel war bei der Einführung von Covid-19-Impfungen weltweit führend. Etwa 55 Prozent der israelischen Bevölkerung sind bereits geimpft.

dpa/Reuters

Viele Deutsche haben in Pandemie deutlich zugenommen

11:31
02.06.2021
Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich viele Deutsche weniger bewegt - und zugenommen.

München - Das geht aus Ergebnissen einer Umfrage hervor, die das Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der TU München gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat.

Demnach haben rund 40 Prozent der Befragten seit Corona an Gewicht zugelegt - im Durchschnitt 5,6 Kilogramm. Zudem bewegt sich etwas mehr als die Hälfte weniger.

Besonders die 30- bis 44-Jährigen klagten über mehr Last auf den Rippen - und die Menschen, die schon vor der Pandemie ein Gewichtsproblem hatten. Auffällig: Je höher der Body-Mass-Index (BMI), desto öfter gaben die Teilnehmer an, seit Corona zugenommen zu haben. "Corona befeuert damit die Adipositas-Pandemie", sagte EKFZ-Leiter Hans Hauner.

Die Studie zeigt außerdem, dass 52 Prozent der Befragten in der Corona-Krise weniger aktiv sind. Betroffen seien vor allem Männer, jüngere Menschen und Befragte mit höherem Bildungsstand. Mögliche Gründe: geschlossene Sportvereine und Fitnessstudios.

Wenig geändert hat sich hingegen beim Ernährungsverhalten der Deutschen. Etwa zwei Drittel essen so, wie sie es vor der Krise getan haben. Gut jeder Vierte gab an, aus Langeweile mehr zu essen.

dpa