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Musikrat dringt auf schnelle Öffnungen im Kulturbereich

09:46
01.06.2021
München (dpa/lby) - Der Bayerische Musikrat hat schnelle Öffnungen in allen Bereichen der Kultur gefordert. Die Zahl der Personen bei Proben und Konzerten dürfe nicht weiter begrenzt werden, außerdem müssten Einschränkungen für den außerschulischen Musikunterricht aufgehoben werden, teilte der Verband am Dienstag in München mit. Zudem müssten aufgrund der stark gesunkenen Inzidenzzahlen große Spielstätten wieder geöffnet werden.

Es gehe um die musikalische Zukunft Bayerns, sowohl der Laien als auch der Profis, sagte Musikrats-Präsident Marcel Huber: "Daher müssen jetzt die Grundlagen für einen sicheren Proben- und Konzertbetrieb geschaffen werden, einschließlich des zeitlichen Vorlaufs, den die Musizierenden benötigen."

dpa

Industriestimmung steigt in Eurozone auf Rekordhoch

09:26
01.06.2021
Auch im Mai erreicht die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone eine Bestmarke. Bereits im April hatte der Indikator den bis dahin höchsten Wert erreicht.

London - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat im Mai erneut ein Rekordhoch erreicht. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit stieg um 0,2 Punkte auf 63,1 Zähler, wie Markit in London nach einer zweiten Erhebung mitteilte.

Schon im April hatte der Indikator bei 62,9 Punkten den bis dahin höchsten Wert seit Beginn der Umfrage im Juni 1997 erreicht. Außerdem liegt der Indexwert seit mittlerweile elf Monaten über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.

Eine erste Schätzung wurde damit nach oben korrigiert. In der ersten Erhebung hatte Markit für Mai noch einen leichten Stimmungsdämpfer und einen Indexwert von 62,8 Punkten gemeldet. Markit erklärte die Stimmungsaufhellung unter anderem mit "einem enormen Zuwachs an Neuaufträgen". Sämtliche von der Umfrage erfassten Industriebereiche hätten erneut expandiert, hieß es in der Mitteilung.

dpa

Werbeeinnahmen von ProSiebenSat.1 auf Vor-Corona-Niveau

09:24
01.06.2021
Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 nimmt wieder deutlich mehr Geld mit Werbung ein. Im April hätten die Werbeerlöse um gut 40 Prozent, im Mai sogar um 60 Prozent über Vorjahr gelegen und damit "auf dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie", sagte Vorstandssprecher Rainer Beaujean am Dienstag auf der Online-Hauptversammlung.

Unterföhring - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 nimmt wieder deutlich mehr Geld mit Werbung ein. Im April hätten die Werbeerlöse um gut 40 Prozent, im Mai sogar um 60 Prozent über Vorjahr gelegen und damit "auf dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie", sagte Vorstandssprecher Rainer Beaujean am Dienstag auf der Online-Hauptversammlung. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern mindestens 4,25 Milliarden Euro und damit fünf Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr sowie ein um Sondereffekte bereinigtes Betriebsergebnis von mindestens 750 Millionen Euro.

Einer möglichen Fusion mit dem italienischen Fernsehkonzern Mediaset erteilte Beaujean erneut eine klare Absage. "Unsere eigene Strategie ist klar - und sie bedarf keiner Hilfe von außen", sagte er. Es sei "fraglich, wie ein Zusammenschluss mit einem traditionellen Medienunternehmen, national oder international, zu diesen Zielen beitragen könnte". Mit digitalen Geschäftsmodellen, zu denen auch Beteiligungen an Datingportalen wie Parship, Online-Shops wie Flaconi oder Plattformen wie Verivox gehörten, "orientieren wir uns heute an Digitalkonzernen statt an TV-Sendern".

Die Mailänder Mediaset-TV-Gruppe wird von der Familie des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gelenkt, ist mit gut 12 Prozent der Anteile größter ProSiebenSat.1-Aktionär und will eine europäische Medienholding aufbauen. Beaujean betonte, der Aktienkurs von ProSiebenSat.1 habe sich seit einem Jahr deutlich besser entwickelt als der "von reinen Medienunternehmen wie ITV, Mediaset, TF1 und RTL" und "insbesondere seit Anfang dieses Jahres auch besser als die Aktien von Google, Facebook und Amazon". Die Strategie, lokale Unterhaltungsformate über Fernsehen und Online-Plattformen auszustrahlen und mit Werbung für eigene Internet-Shops zu verzahnen, sei richtig.

dpa