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Bayern: Nur noch 14 Städte und Kreise über 100er-Inzidenz

10:48
22.05.2021
München (dpa/lby) - In Bayern liegen laut Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Samstag nur noch 14 Städte und Landkreise über einer 100er-Inzidenz (Stand: 3.11 Uhr).

Spitzenreiter im Freistaat war am Samstagmorgen Memmingen mit 249,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Auf den weiteren Plätzen folgten die Städte Schweinfurt (170,3) und Coburg (160,7). Am anderen Ende der Skala lag die Stadt Amberg mit der bayernweit niedrigsten Inzidenz von 16,6 - gefolgt von Weiden in der Oberpfalz (18,7) und dem Landkreis Wunsiedel (20,6).

In München blieb die Inzidenz bei 43,1 und damit unter der magischen Marke von 50. Bayernweit lag die Inzidenz bei 65,3 und damit etwas unter dem bundesweiten Schnitt, den das RKI mit 66,8 angab. 855 neue Corona-Infektionen wurden im Freistaat innerhalb von 24 Stunden bekannt - und 26 weitere Todesfälle.

Trotz Verbot von Demos: Polizei in Berlin plant Großeinsatz

07:25
22.05.2021
Über Pfingsten gibt es eine Vielzahl von Demonstrationen in Berlin. Zwei große Veranstaltungen wurden von der Polizei verboten - nun hat das Oberverwaltungsgericht dazu entschieden.

Berlin - Zwei geplante große Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik am Pfingstwochenende in Berlin bleiben verboten. Nach dem Verwaltungsgericht hat auch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg das Verbot bestätigt.

Die negativen Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit mit dem zu erwartenden Teilnehmerkreis aus der "Querdenker-Szene", rechtfertige die Annahme, dass gerade an den prominenten Orten der Stadt die notwendigen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten würden, so das OVG. Die Beschlüsse seien unanfechtbar.

Die Demonstrationen waren mit dem Titel "Für Frieden, Freiheit und Grundrechte" und jeweils 16.000 Teilnehmern angemeldet worden. Die Polizei hatte eine Reihe von Demonstrationen am Pfingstwochenende mit der Begründung untersagt, frühere Kundgebungen hätten gezeigt, dass die Demonstranten bewusst die vorgeschriebenen Masken und Abstände ignorieren würden. Alle Verbote wurden von beiden Gerichts-Instanzen bestätigt.

Ungeachtet der Gerichtsentscheidung plant die Polizei einen Großeinsatz mit rund 3000 Polizisten am Wochenende. Unterstützung kommt aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Man müsse sich auch darauf einstellen, dass sich Demonstranten nicht an Verbote halten würden, hieß es.

Am Freitagabend protestierten Demonstranten mit Autokorsos gegen die Anti-Corona-Maßnahmen. Laut Polizei waren Hunderte Autos in Richtung Charlottenburg unterwegs, es gab auch Gegen-Proteste. Die Demonstranten am Theodor-Heuss-Platz machten gegen das Impfen und die "Corona-Diktatur" Stimmung.

Verboten wurde auch eine Demonstration von Palästinenser-Gruppen mit 2000 Teilnehmern in Kreuzberg. Allerdings sind zwei weitere Demonstrationen zum Israel-Palästinenser-Konflikt angemeldet. Die größere der beiden, eine "Protestkundgebung gegen die israelische Aggression in Palästina", soll mit 2000 Teilnehmern vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz ziehen.

Es ist zudem eine große Demonstration "Gegen Mietenwahnsinn" mit 10.000 Teilnehmern vom Potsdamer Platz nach Schöneberg geplant. Außerdem richtet sich eine Fahrrad-Demonstration gegen den Weiterbau der Autobahn A100.