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Bund: Länder können bis Dienstag 10,5 Millionen Selbsttests bestellen

18:58
08.03.2021
Die Bundesregierung will den Ländern die Bestellung von Millionen Corona-Selbsttests erleichtert. 

Berlin - Bis Dienstagmittag könnten die Länder insgesamt 10,5 Millionen der Tests beim Mannheimer Pharmakonzern Roche bestellen, heißt es in einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Infrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) an die Ministerpräsidenten der Länder, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Ab Mittwoch könne Roche bis zu 1,5 Millionen der Antigen-Selbsttests täglich ausliefern. Der Bund spreche dafür bei Roche eine befristete Abnahmegarantie aus.

Obwohl die Infektionszahlen in vielen Regionen steigen, wurden in den meisten Bundesländern am Montag die Corona-Regeln gelockert. Damit die Lockerungen nicht wieder zu einem noch stärkeren Anstieg der Infektionszahlen führen, setzen Bund und Länder auf Tests. So bezahlt der Bund seit Montag mindestens einen Schnelltest pro Woche, der von geschultem Personal per Mund-Rachen-Abstrich durchgeführt wird. Doch am Montag waren die Tests erwartungsgemäß noch nicht in allen Ländern verfügbar. Zudem sollen die Selbsttests breit eingesetzt werden. Diese waren nach dem Verkaufsstart am Samstag vielfach schnell vergriffen.

Wie aus dem Schreiben an die Länder hervorgeht, können diese Roche mitteilen, zu welcher Adresse täglich die dem Land nach Bevölkerungsschlüssel zugeteilten Selbsttests geliefert werden sollen. Die Lieferung erfolgt durch Roche. Ein Test kostet demnach 4,50 Euro zuzüglich Umsatzsteuer inklusive Lieferung, ab mehr als eine Millionen Tests 4 Euro.

Spahn und Scheuer schreiben: „Wir wissen, dass einzelne Bundesländer bereits auch solche Antigen-Selbsttests beschafft oder bestellt haben, andere beabsichtigen, dies in nächster Zeit zu tun.“ Das „Starter-Paket“ solle helfen, die Zeit bis zu den ersten Lieferungen aus eigenen Ausschreibungen zu überbrücken.

Vor knapp zwei Wochen wurden die ersten Selbsttests zugelassen. Dass die Tests im normalen Handel zu kaufen sind, soll laut Bundesgesundheitsministerium helfen, sie im Alltag zu etablieren. Kritiker wie der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hatten gefordert, dass der Einsatz der Tests staatlich organisiert werden solle, so dass vor allem möglich Corona-Ansteckungsherde etwa in Betrieben oder an Schulen identifiziert werden können.

Corona im Fichtelgebirge: 14 neue Fälle im Landkreis Wunsiedel

16:43
08.03.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 283,5. Insgesamt 371 Menschen sind nachweislich mit dem Virus infiziert. Fünf müssen in Intensivbetten behandelt werden.

Wunsiedel - 14 neue Fälle meldete das Landratsamt Wunsiedel am Montag. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt somit 283,5. Aktuell sind nachweislich 371 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Im Klinikum Fichtelgebirge werden 34 Patienten (31 in Selb und drei in Marktredwitz) gepflegt, davon fünf in Intensivbetten. Insgesamt wurden 3944 Menschen positiv auf das Virus getestet, davon gelten 667 als Mutationsverdachtsfälle. Genesen und aus der Quarantäne entlassen sind 3401 Personen. 172 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona verzeichnet der Landkreis. Jüngst verstorben sind zwei Frauen, 81 und 84 Jahre alt. Beide litten unter bekannten Vorerkrankungen. Getestet wurden am Sonntag 1680 Personen, inklusive Grenzgänger. 8326 Erst- und Zweitimpfungen wurden im Landkreis Wunsiedel verabreicht.

Im Landkreis Tirschenreuth wurden seit Freitag sind insgesamt 37 neue Fälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 211. Insgesamt haben sich 4479 mit dem Corona-Virus infiziert, als genesen gelten 4031. Die Zahl der Todesfälle beläuft sich auf 230.