Letztes Update:
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Gesundheitsamt wird nach Corona-Datenpannen umstrukturiert

16:24
19.05.2021

Nürnberg (dpa/lby) - Nach wiederholten Pannen bei der Übermittlung der Corona-Zahlen in Nürnberg wird das Gesundheitsamt umstrukturiert.

Oberbürgermeister Marcus König (CSU) habe der Gesundheitsreferentin einen klaren Auftrag erteilt, mit organisatorischen Maßnahmen dafür zu sorgen, dass sich solche Fehler nicht wiederholen, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Das Konzept sollte am Mittwoch dem Stadtrat vorgestellt werden.


Medien hatten zuvor über die geplante Umstrukturierung berichtet. Erst kürzlich hatte eine versehentliche Doppelzählung von Corona-Fällen in Nürnberg für heftige Kritik gesorgt. Dadurch schnellte die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayerns zweitgrößter Stadt auf über 200.

Nach der Bereinigung zeigte sich dann aber ein Abwärtstrend, der sich weiter fortsetzte: Am Mittwoch lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tage nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Nürnberg bei 97,4.

Druck im Streit um Details bei EU-Impfzertifikat steigt

14:55
19.05.2021
Einen Tag vor der womöglich letzten Gesprächsrunde der Unterhändler von Europaparlament und EU-Staaten um ein EU-Impfzertifikat erhöhen beide Seiten den Druck. 

Brüssel - „Wir werden nicht um jeden Preis zustimmen“, sagte der Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) am Mittwoch. Er betonte jedoch auch, dass es eine Annäherung gegeben habe.

Ein EU-Diplomat sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wenn es aufgrund der destruktiven Blockadehaltung des Europäischen Parlaments keine rasche Lösung geben kann, wird es bald eine Lösung ohne das Europäische Parlament geben müssen.“

Im Juni soll das europaweite Impfzertifikat an den Start gehen. Das Zertifikat soll ein fälschungssicherer Nachweis für eine Corona-Impfung, einen frischen Test oder eine überstandene Covid-Erkrankung sein. Ziel ist einfacheres Reisen in Europa.

Gestritten wird unter anderem noch darüber, welche konkreten Erleichterungen mit dem Zertifikat verbunden sein sollen, ob jedes EU-Land diese wie bisher selbst festlegen kann und wie man etwa mit nationalen Notfallzulassungen für den russischen Impfstoff Sputnik V und das Chinesische Vakzin Sinopharm umgehen soll.