Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kündigte in der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag) Vorbereitungen an, um bis zum Ende der Sommerferien allen Schülern sogar ab zwölf Jahren eine Corona-Impfung anzubieten und den Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr zu sichern. In Bayern gibt es rund 835.000 Schüler zwischen 12 und 18 Jahren.
Holetschek sagte weiter, derzeit werde ein Konzept erarbeitet, wie die Impfungen für Schüler logistisch organisiert werden könnten. „Wir wollen die Impfzentren einbinden und prüfen, ob auch an den Schulen selbst geimpft werden kann.“ Auch die Haus-, Kinder- und Jugendärzte sollten eingebunden sein.
Der Gesundheitsminister forderte vom Bund zusätzliche Impfdosen über die jetzigen Kontingente, die bei Biontech derzeit ab 16 Jahren zugelassen sind. „Der Impfstoff für Schüler muss komplett vom Bund zur Verfügung gestellt werden - so ist es vereinbart“, sagte Holetschek. Aber: „Es ist wichtig, dass er nicht anderswo fehlt.“
Die Staatsregierung hatte vergangenen Mittwoch angekündigt, die Priorisierung bei den Hausärzten für Corona-Impfungen im Laufe dieser Woche aufzuheben.