Letztes Update:
20210517125803

Indische Mutation in Coburg

12:53
17.05.2021
Eine Person wurde positiv auf B.1.617 getestet. Laut Landratsamt soll sie zu „fast 100 Prozent“ niemand weiter angesteckt haben.

Coburg - Die sogenannte indische Mutation hat Coburg erreicht. „Eine Person wurde vergangene Woche positiv auf B.1.617 getestet“, bestätigte Corinna Rösler, die Pressesprecherin des Landratsamtes, der Neuen Presse auf Anfrage. Aus Datenschutzgründen werde das Geschlecht nicht bekannt gegeben. Die Person sei mittleren Alters, sie zeige Symptome, habe aber einen eher milden Verlauf der Erkrankung und sei nicht im Krankenhaus. „Wir gehen auch zu fast 100 Prozent davon aus, dass niemand weiter angesteckt wurde“, so Rösler. Die Person, nach Informationen der Neuen Presse ein Reisender, ist laut Rösler komplett isoliert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) beobachtet derzeit einen wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante „auf sehr niedrigem“ Niveau in Deutschland. Wie es im jüngsten Lagebericht vom vergangenen Mittwoch heißt, sei die von der Weltgesundheitsorganisation als „besorgniserregend“ eingestufte Mutante B.1.617 bisher nur in wenigen Proben nachgewiesen, „aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an“, heißt es in einem RKI-Bericht. Ihr Anteil an den untersuchten Proben beträgt demnach weniger als zwei Prozent (Untervariante B.1617.1: 0,6 Prozent; B.1617.2: 0,9 Prozent). Das RKI betont, dass die absoluten Zahlen der Nachweise in der Woche vom 26. April bis 2. Mai lediglich im zweistelligen Bereich lägen: bei gut 30. Eine davon in Coburg. Ob Stadt oder Landkreis, ließ das Landratsamt offen.

Online-Redaktion

Hof bleibt bei zwei Impfungen

12:31
17.05.2021
Das Impfzentrum Kronach lädt Bürger zu einem dritten Termin nach einer Kreuzimpfung ein. In Hof winkt man ab.

Hof - Im Hofer Impfzentrum wird es keine dritte Impfung geben. Den Weg, den das Kronacher Zentrum beschreiten will, wird es nicht geben. In Kronach hat man wie berichtet Bürger, die das Vakzin von Astrazeneca als Erstimpfung und den mRNA-Stoff von Biontech oder Moderna bei der zweiten Impfung erhalten haben für eine dritte Impfung vorgesehen. Dabei soll eine zweite Dosis des mRNA-Stoffes verabreicht werden. Das schließt man im zuständigen Hofer Landratsamt aus. „Auch mit Astrazeneca bekommt jeder zwei Impfungen“, sagt eine Sprecherin des Landratsamtes und verweist auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission und die Verordnung des Gesundheitsministeriums. Eine Kreuzimpfung bleibe dennoch möglich. Unter 60-Jährige haben also nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca die Wahl, ob sie nochmals mit diesem Stoff geimpft werden wollen oder einen mRNA-Impfstoff vorziehen. Dies räumt man dieser Altersgruppe ein, nachdem es bei Astrazeneca-Impfung vereinzelt zu Gehirnvenen-Thrombosen gekommen war, die teils tödlich waren. Die über 60-Jährigen haben diese Wahl nicht. Wer von ihnen zunächst Astrazeneca bekommen hat, wird den Impfstoff auch beim zweiten Termin bekommen. Das Problem mit den Impfstoffen verlagert sich bald zu den Hausärzten, an die mittlerweile alle Lieferungen von Astrazeneca gehen. Im Impfzentrum werden nur noch die Stoffe von Moderna, Biontech und absehbar mit dem von Johnson & Johnson bei der Erstimpfung verabreicht. hawe

Online-Redaktion