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Corona-Inzidenz: Lichtenfels wieder unter 100

15:40
14.05.2021
Der Landrat hat dennoch Vorbehalte: Am Feiertag arbeitete das Labor nicht.

Lichtenfels - Der Landkreis Lichtenfels lag laut RKI am Freitag bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 98,8. Das letzte Mal hatte die Inzidenz am 19. März unter 100 gelegen. Landrat Christian Meißner riet dazu, den Wert mit Vorbehalt zu betrachten. Das Labor habe wegen des Feiertags geschlossen gehabt, sodass es am Donnerstag keine Meldungen gab. Nach den offiziellen Zahlen gab es im Raum Lichtenfels 260 Infizierte. Sie verteilten sich wie folgt:Altenkunstadt 17 , Bad Staffelstein 37, Burgkunstadt 22, Ebensfeld 10, Hochstadt 16, Lichtenfels 78, Marktgraitz 4, Marktzeuln 20, Michelau 25, Redwitz 21 und Weismain 10.

Unterdessen steigt die Zahl der Impfungen im Landkreis Lichtenfels kontinuierlich: So haben bislang schon 45,3 Prozent eine Ersimpfung erhalten, 11,6 Prozent eine Zweitimpfung.

Online-Redaktion

Corona in den Haßbergen: Trügerische Sicherheit

15:27
14.05.2021
Auch, wenn die Inzidenzzahl sinkt: immer wieder infizieren sich Menschen neu mit dem Virus. Daher sind weiterhin Vorsicht und das Einhalten der Hygieneregeln erforderlich.

Kreis Haßberge - In den vergangenen Tagen ist der Inzidenzwert im Landkreis Haßberge stetig gesunken. Doch schaut man sich die tägliche Zahl der Neuinfizierten an, ist weiterhin Vorsicht geboten. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsamt Haßberge zwar nur vier Neuinfektionen, am Mittwoch waren es jedoch 19 und am Dienstag neun Menschen.

Am gestrigen Freitag meldete das Gesundheitsamt Haßberge 15 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie auf 3935 (Stand: 14. Mai, 12.30 Uhr). Aktuell infiziert sind 189 Personen, 15 werden stationär in Krankenhäusern behandelt, davon sieben auf der Intensivstation. 86 Menschen sind verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich aktuell 151 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 92,4 (Stand: 14. Mai, 0.00 Uhr).

Die ansteckendere britische Variante des Coronavirus breitet sich im Landkreis ebenfalls weiter aus. Mittlerweile wurden insgesamt 1044 Fälle bestätigt. Die südafrikanische Variante wurde bisher in sieben Fällen nachgewiesen. Bei 28 weiteren Verdachtsfällen steht das Ergebnis der Genom-Sequenzierung noch aus. Aktuell werden alle positiven Corona-Testergebnisse auf Mutationen untersucht.

„Weiterhin ist es wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit Bedacht und Vorsicht mit der Situation umgehen und sich an die bestehenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten, insbesondere an die Abstandsregeln, FFP2-Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen – auch am Arbeitsplatz und besonders auch während der Pausen und bei Fahrgemeinschaften, betont das Landratsamt in seiner Meldung vom Freitag.
Anmelden fürs Impfen

Anmeldungen zum Impfen erfolgen bayernweit über die Registrierungsplattform des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Das heißt, wer einen Impftermin vereinbaren möchte, muss sich zuerst über www.impfzentren.bayern.de registrieren lassen. Sollte die Online-Registrierung im Einzelfall für Bürgerinnen und Bürger nicht möglich sein, steht die Impf-Hotline des Landratsamtes Haßberge unter Telefon 09521/27600 (Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag, 8 Uhr bis 12.30 Uhr) zur Verfügung.

Informationen rund ums Corona-Impfzentrum gibt es auf der Internetseite des Landkreises unter www.hassberge.de/buergerservice/gesundheit/corona-virus/impfzentrum.html. Unter anderem sind dort die Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Impfen eingestellt. Weitergehende Informationen zum Thema Impfen gibt es außerdem auch auf der Homepage des Bayerischen Gesundheitsministeriums, erreichbar unter der Adresse www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung/.
Zusätzliche Impfdosen

Gute Nachrichten aus München hat Landtagsabgeordneter Steffen Vogel im Gepäck. Der Landkreis Haßberge hat am Freitag, 14. Mai, zusätzliche 800 Impfdosen des Impfstoffs „Johnson & Johnson“. Es war das gemeinsame Anliegen der Abgeordneten, dass die Landkreise, die in der Impfquote hinten liegen, aufholen, damit alle Menschen in Bayern dieselben Chancen auf eine Impfung erhalten. „Der Impfturbo in den Haßbergen kommt auf Touren“, so Vogel. Durch die Auswahl der „Fränkischen“ und FTE/Valeo und durch die für Freitag angekündigten 800 Impfdosen werden im Mai 3800 Bürger im Haßbergkreis zusätzlich zu den Impfungen in den Impfzentren und der niedergelassenen Ärzte geimpft werden.

Vogel bezeichnet dies als wichtiges Signal, dass es mit dem Impfen vorangeht. Zudem verwiest der Abgeordnete darauf, dass auch die Impfzentren nun mehr Impfstoff erhalten. In der laufenden Woche beispielsweise 2318 und damit hundert mehr als die Woche zuvor und 818 als in der Vorvorwoche.

Der Abgeordnete sieht weiter noch Potenzial bei den Impfungen über die Ärzte. Diese sind impfwillig, erhalten aber zu wenig Impfstoff. Was zudem wenig bekannt sei, dass auch die Fachärzte, selbst Gynäkologen, impfen können, weshalb es wichtig sei, dass alle niedergelassenen Ärzte sich an der Impfkampagne beteiligen.

Auch ist die Impfpriorisierung für Astrazeneca aufgehoben, sodass über die niedergelassenen Ärzte auch Bürger der Prioritätsgruppe 4 jetzt schon geimpft werden könnten. Beim Impfstoff Astrazeneca hätten die Ärzte keine mengenmäßige Begrenzung.

Online-Redaktion