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20210513102849

SPD fordert "klare Entscheidungen" für Freizeitparks

10:16
13.05.2021

München - Die SPD-Landtagsfraktion fordert Öffnungsperspektiven für Freizeitparks. "Die Entscheidungen der letzten Wochen haben die Bedürfnisse von Familien mit Kindern und Jugendlichen völlig ausgeklammert", kritisierte Fraktionsvorsitzender Horst Arnold am Donnerstag.

Auch bei den "zweifelsohne wichtigen Debatten" um Kita- und Schulöffnungen sei es nicht um Freizeitgestaltung, sondern vorrangig um die Notwendigkeit von Bildung und die Not arbeitender Eltern gegangen.

Für Arnold ist es unverständlich, dass nur eine Öffnung der Freibäder in Aussicht gestellt worden sei, die sich zudem starr an der Inzidenz von 100 orientiere. "Und das, obwohl nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Ansteckungsgefahr unter freiem Himmel sehr gering ist - während übrigens Grundschulen bis zur Inzidenz von 165 geöffnet sind", betonte Arnold.

Damit Anfang oder Mitte Juni ein Freizeitpark aufmachen könne, brauche es jetzt klare Entscheidungen. "Es geht nicht, dass man überall fast alles aufmacht, aber diese Betriebe nach wie vor im Unklaren lässt", so Arnold.

Online-Redaktion

Tourismusbetriebe fordern inzidenzunabhängige Öffnung

10:15
13.05.2021

München - Tourismusbetriebe in Bayern fordern eine Öffnung unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz für Geimpfte, Genesene und Menschen mit negativem Coronatest.

Die Koppelung an einen Wert unterhalb von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sei nicht realistisch, kritisierte Armin Hollweck vom Hotel- und Gaststättenverband im Oberallgäu. "Wir brauchen ein konkretes Datum als Öffnungstermin für unsere Betriebe, unsere Gäste, unsere Mitarbeiter!", zitierte er aus einem Brief an die Staatsregierung.

FDP-Fraktionschef Martin Hagen (FDP) forderte: "Geimpfte, Genesene und Getestete müssen auch in Bayern überall Urlaub machen dürfen!" Eine Öffnung nur bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 bedeute für viele bayerische Urlaubsgebiete über die Pfingstferien das Aus. Gleichzeitig werde die Quarantänepflicht für geimpfte, genesene und negativ getestete Reiserückkehrer aus Ländern mit einer Inzidenz bis 200 aufgehoben. Dies sei eine Diskriminierung des einheimischen Gastgewerbes.

Am Montag hatte das bayerische Kabinett Lockerungen ab dem 21. Mai beschlossen. In Regionen mit stabilen Corona-Zahlen dürfen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und Jugendherbergen wieder für Touristen öffnen. Hollweck erklärte, das sei nicht praktikabel. "Wie stellt sich die Politik das vor? Sollen wir wenn nach ein paar Tagen die Zahlen wieder über 100 steigen sollten, dem Gast beim Frühstück dann sagen, dass er nun aufessen darf, aber danach sofort wieder heim fahren muss?" Zudem bräuchten Betriebe mindestens eine Woche Vorlaufzeit, um wieder öffnen zu können. Im Oberallgäu lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag laut Robert-Koch-Institut bei 138,5.

Online-Redaktion