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RKI warnt vor Ungeduld und zu frühen Öffnungen

10:51
12.05.2021
Die Inzidenz-Zahlen sinken in Deutschland. Doch die Pandemie ist nicht vorbei und Vorsicht weiterhin geboten.

Berlin - Trotz bundesweit sinkender Inzidenz-Zahlen in der Pandemie hat das Robert Koch-Institut (RKI) zur Geduld gemahnt und vor zu frühen Öffnungen gewarnt. "Bei aller Zuversicht dürfen wir bitte eines nicht vergessen: Diese Pandemie ist ja nicht vorbei", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch.

Es erkrankten nun vor allem die Jüngeren, darunter viele Schülerinnen und Schüler sowie junge Erwachsene. Und es gebe noch immer rund 1000 Todesfälle pro Woche. "Die Situation ist weiter ernst."

Doch auch erfreuliche Fortschritte seien zu erkennen. "Die Inzidenzen sinken in allen Altersgruppen und in allen Bundesländern", sagte Wieler. Sie nähern sich der Schwelle von 100. Ein Drittel der Bundesbürger habe inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten. Einer von zehn sei bereits vollständig geimpft - darunter vor allem die Älteren. "Die Impfquote allein reicht aber noch nicht aus", betonte Wieler. Um die Pandemie zu beenden, müssten 80 Prozent der Bevölkerung die Infektion entweder durchgemacht haben oder geimpft sein. "Wenn wir zu früh öffnen, würde sich das Virus wieder verbreiten".

Deshalb sei es wichtig, alle Corona-Regeln wie Maske-Tragen, Abstandhalten und Lüften weiter zu beherzigen und Testangebote wahrzunehmen. Denn es dürfe nicht auf den letzten Metern zu neuen Infektionen, Erkrankungen, Langzeitfolgen und Todesfällen kommen.

dpa

Söder: In Praxen: Impfstoffe werden freigegeben - Freibadöffnungen

10:32
12.05.2021
Biontech für alle: Bayerns Hausärzte sollen schon ab nächste Woche alle Impfstoffe unabhängig von der Impf-Reihenfolge impfen dürfen. Auch Wasserratten dürfen sich wohl freuen.

München - Bayern will ab dem kommenden Montag die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern in einer Rede bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in München an. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben.

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt - Bayern hatte aber angekündigt, hier schneller agieren zu wollen.

Zugleich kündigte Söder nach Teilnehmerangaben die nächsten Öffnungsschritte für Bayern an: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen ab dem 21. Mai Freibäder unter Auflagen wieder öffnen dürfen, nämlich mit Tests und Termin-Slots.

Ebenso sollen demnach in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 ab dem 21. Mai Kulturveranstaltungen im Freien erlaubt werden, mit bis zu 250 Personen, mit fester Bestuhlung, mit Tests und Hygienekonzepten. Nach Pfingsten werde man überprüfen, welche Möglichkeiten es für die Innengastronomie gebe.

„Wir haben es in der Summe echt gut gemacht, trotz der ein oder anderen Beschwer“, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Man habe sich nicht geirrt in der Strategie der Vorsicht und Umsicht, betonte er.