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Bayern: Kurz vor Abitur: Sprecher kritisiert Prüfungsbedingungen

09:11
10.05.2021
München (dpa/lby) - Kurz vor Beginn der Abiturprüfungen hat Bayerns Landesschülersprecher Moritz Meusel die schwierigen Prüfungsbedingungen kritisiert.

So müssten die Schulen bei den schriftlichen Prüfungen Räume für Getestete, Ungeteste und Abiturienten in Quarantäne vorhalten, sagte Meusel im Interview mit dem Sender Bayern 2. Der organisatorische Aufwand für Lehrer und Schüler sei gewaltig.


Auch bemängelte der 18-Jährige in dem Interview, dass Schülerinnen und Schüler, die aufgrund hoher Inzidenzwerte monatelang im Fernunterricht waren, wesentlich schlechter auf das Abitur vorbereitet worden seien als diejenigen, die lange in die Schule gehen konnten. Schüler aus ärmeren Familien seien zusätzlich benachteiligt gewesen, weil sie sich keine Nachhilfe leisten konnten.

Außerdem kritisierte der aus dem Landkreis Bamberg stammende Moritz Meusel, dass der Lernstoff für das Abitur trotz der schwierigen Situation kaum reduziert worden sei: "Es gab ein bisschen Zeit on top, es wurde insgesamt ein bisschen Stoff gestrichen, aber für uns ist es deutlich zu wenig."

Einzelhandel in Tschechien nach sechs Monaten wieder geöffnet

09:11
10.05.2021
Nach einer sechs Monate langen Schließung hat in Tschechien der gesamte Einzelhandel wieder geöffnet. Ein großer Andrang blieb am Montag zunächst aus. 

Prag - Es gelten strenge Hygieneregeln, eine FFP2-Maskenpflicht und eine Begrenzung der Kundenzahl auf eine Person je 15 Quadratmeter Verkaufsfläche. Wegen der Corona-Pandemie waren alle Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs seit Ende Oktober geschlossen - abgesehen von einer kurzen Unterbrechung vor Weihnachten.

Die Wirtschaftszeitung „Hospodarske noviny“ berichtete unter Berufung auf Branchenvertreter, dass rund jedes zehnte Geschäfte wegen des langen Lockdowns aufgeben musste.

Inzwischen hat sich die Corona-Lage deutlich gebessert. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich nach aktuellen Zahlen 101 Menschen je 100.000 Einwohner an.

Für Einkaufsfahrten aus Deutschland nach Tschechien ist es indes noch zu früh: Weil das Nachbarland als Risikogebiet gilt, ist nach der Rückkehr Quarantäne vorgeschrieben.

Große Fortschritte macht die Impfkampagne. Die Regierung in Prag gab bekannt, dass sich von Dienstag an alle Menschen über 45 Jahren für einen Termin registrieren können. In dem EU-Mitgliedstaat mit rund 10,7 Millionen Einwohnern sind bereits mehr als eine Million Menschen vollständig geimpft.