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Corona in den Haßbergen: Inzidenz liegt weiter unter 100

14:35
07.05.2021
Vorsichtige Entspannung im Haßbergkreis: Die Behörden melden am Freitag eine Inzidenz von 98,4 – jedoch auch 25 Neuinfektionen und einen weiteren Todesfall. Die Lage in den Nachbarkreisen ist unterschiedlich.

Kreis Haßberge - Mit 98,4 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Haßberge am Freitag den zweiten Tag in Folge unter der 100er-Marke (Robert-Koch-Institut, Stand: 7. Mai, 0 Uhr). Grund zum Übermut gibt es aber noch lange nicht: Auch am Freitag meldet das Gesundheitsamt Haßberge 25 Neuinfektionen mit dem Coronavirus – und einen weiteren Todesfall. Dabei handelt es sich laut Behörde um einen 50-jährigen Mann, der in einer Klinik „mit/an Covid 19 verstorben ist“, wie es heißt. Die Zahl der Covid-Todesfälle im Kreis steigt damit auf 86.

Die die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liegt nun bei 3871; aktuell gelten 249 Personen als mit dem neuartigen Virus infiziert. Zurzeit werden zwölf Corona-Patienten stationär in Krankenhäusern behandelt, davon sechs auf Intensivstationen.

Am stärksten betroffen in Unterfranken ist nunmehr die Stadt Schweinfurt, deren Inzidenzwert zwar mittlerweile unter die 300er-Marke gerutscht, mit 273,3 aber auch am Freitag weiter hoch ist. Deshalb hat Oberbürgermeister Sebastian Remelé in einem Schreiben an den bayerischen Gesundheitsminister – wie zuvor schon vergeblich Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider für seinen Landkreis – um ein Sonderkontingent an Corona-Impfstoff gebeten. Eine gute Nachricht in puncto Impfen gibt es in den Haßbergen dennoch: Wie Landtagsabgeordneter Steffen Vogel berichtet, wird nun auf sein Bestreben hin der im Rahmen des Modellprojekts „Impfen in Betrieben“ nicht verimpfte Impfstoff für die Impfzentren im Kreis freigegeben. Von den 1500 Rationen für die Fränkischen Rohrwerke waren dort nur ca. 1200 Dosen benötigt worden. Laut den Vorgaben hätten die übrig gebliebenen 300 Dosen zurückgegeben werden müssen, konnten nun aber in den Haßbergen für die Prioritätsgruppe 2 eingesetzt werden.

Mehr Impfdosen fordern auch Politiker im Nachbarlandkreis Coburg, der die Haßberge als bayerischer Hotspot abgelöst hat. Mit einer Inzidenz von 303 am Freitag zählt der Kreis Coburg sogar einen der höchsten Werte in ganz Deutschland. Auch in der Stadt Coburg (Inzidenz am Freitag: 239) entspannt sich die Lage nicht.

Die Stadt Bamberg wiederum darf sich mit einer Inzidenz von 56 (Landkreis Bamberg: 135) und nunmehr konstantem Unterschreiten des Schwellenwerts von 100 über Lockerungen freuen. Allen Bamberg-Besuchern sei jedoch gesagt: In der Innenstadt gelten Maskenpflicht und Alkoholverbot unabhängig vom Inzidenzwert gelten. Darauf weist die Stadt Bamberg hin und bittet darum, dass besonders auch bei schönem Wetter Maskenpflicht und Abstandsregeln auf der Ober und Unteren Brücke sowie der Kettenbrücke eingehalten werden.

Tanja Kaufmann