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Distanzunterricht auch kommende Woche in Bayern die Regel

14:14
30.04.2021
Nahezu in ganz Bayern bleibt es mindestens zu Beginn der kommenden Woche beim Distanzunterricht an den Schulen - Abschlussklassen und Viertklässler ausgenommen. Lediglich in etwa einer Handvoll Landkreise und kreisfreien Städte ist von Montag an Wechselunterricht in allen Klassenstufen möglich. Im Laufe der Woche könnten bei stabilen oder sinkenden Sieben-Tage-Inzidenzen dann aber noch weitere Städte oder Regionen mit Wechselunterricht hinzukommen.

Hintergrund ist, dass neuerdings nicht mehr der Inzidenz-Wert von Freitag allein darüber entscheidet, ob es in der neuen Woche Wechsel- oder Präsenzunterricht gibt. Vielmehr hat Bayern die entsprechende Regel in diesem Punkt der neuen bundesweiten Notbremse angepasst.
Danach gilt folgendes: Unterschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt den Sieben-Tage-Inzidenzwert 100 an fünf aufeinander folgenden Tagen, kann ab dem übernächsten Tag auf Wechselunterricht in allen Jahrgangsstufen umgestellt werden. Wenn der Wert also beispielsweise am Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag und Montag unterschritten wird, gilt ab Mittwoch Wechselunterricht für alle.

Umgekehrt gilt: Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt den Wert 100 an drei aufeinander folgenden Tagen, muss ab dem übernächsten Tag wieder auf Distanzunterricht umgestellt werden - Abschlussklassen und Viertklässler an Grundschulen ausgenommen.
In der Bundes-Notbremse ist als Grenzwert 165 vorgesehen, in Bayern ist es dagegen beim bisherigen Wert 100 geblieben. Die Freien Wähler wollen das ändern - es ist aber offen, ob die CSU dabei mitmacht.

Am Freitag lagen nach Zahlen des Robert Koch-Instituts elf Landkreise und kreisfreie Städte unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 - allerdings nicht alle davon ausreichend lange (fünf Tage), damit dort schon von Montag an Wechselunterricht für alle Klassen möglich wäre.
Letztlich müssten die jeweiligen Schulen die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten über anstehende Wechsel im Unterrichtsbetrieb informieren, heißt es beim Kultusministerium.

Fünf von 27 EU-Staaten haben Corona-Anträge eingereicht

12:33
30.04.2021
Im Sommer 2020 hatten die EU-Mitglieder ein Hilfspaket verabschiedet, um die Corona-Krise zu überwinden. Nun haben einige Staaten Anträge eingereicht - unter ihnen auch Deutschland.

Brüssel - Kurz vor Ablauf der Frist haben bis heute Mittag fünf der 27 EU-Staaten ihre Anträge auf europäische Corona-Hilfen eingereicht: Deutschland, Frankreich, Portugal, Griechenland und die Slowakei.

Man erwarte aber weitere nationale Aufbaupläne für den Nachmittag, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Unter anderen hatten Italien und Spanien ihre Anträge angekündigt.

Die Frist bis 30. April sei aber nur ein "Orientierungsdatum", sagte die Kommissionssprecherin. Einige Aufbaupläne könnten auch noch in den nächsten Wochen kommen.

Die EU-Staaten hatten im Sommer 2020 ein 750 Milliarden schweres Programm namens Next Generation EU vereinbart, um die tiefe Corona-Wirtschaftskrise zu überwinden und wichtige Zukunftsinvestitionen zu finanzieren. Dafür soll die EU-Kommission Schulden aufnehmen, die bis 2058 gemeinsam getilgt werden. In den nationalen Aufbauplänen müssen die Staaten im Detail darlegen, wofür sie ihren Anteil der Mittel aus dem Aufbaufonds RRF verwenden wollen.

Über den Fonds wird der Großteil der Gesamtsumme verteilt, nämlich 672,5 Milliarden Euro. 312,5 Milliarden gibt es als Zuschüsse und bis zu 360 Milliarden Euro als Darlehen. Der Rest der 750 Milliarden wird über Programme im EU-Haushalt ausgereicht. Die Summen sind alle in Preisen von 2018 angegeben. Angepasst an die Inflation sind sie in laufenden Preisen entsprechend höher.



Online-Redaktion