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20210305142421

Corona-Pandemie belastet Menschen mit niedrigen Einkommen stärker

14:22
05.03.2021
Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen bisher insbesondere viele Menschen mit niedrigen Einkommen und verringern deren Aufstiegschancen.

Berlin - Das geht aus einem Entwurf für den Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.
Nach den vorläufigen Zahlen hatten im August rund 30 Prozent der Befragten mit besonders niedrigen Einkommen seit Beginn der Pandemie Probleme, ihre laufenden Ausgaben zu decken. Hochgerechnet 15,5 Millionen Haushalte mussten bis zu diesem Zeitpunkt Einkommenseinbußen in der Pandemie hinnehmen. Besonders betroffen waren laut Berichtsentwurf Gering- und Normalverdiener.

Die Bildungs- und Aufstiegschancen von einkommensschwachen Menschen werden dem Entwurf zufolge durch die Pandemie weiter eingeschränkt. So berichteten insbesondere Eltern aus niedrigen Einkommensschichten von weniger Unterstützung von Seiten der Schulen beim Homeschooling und sorgten sich um die soziale Mobilität ihrer Kinder.

Die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt könnten dem Bericht zufolge insbesondere Langzeitarbeitslose treffen. Diese sähen sich verstärkt mit dem Problem eines teilweise verschlossenen Arbeitsmarktes konfrontiert. Und während etwa in der öffentlichen Verwaltung die Beschäftigtenzahlen stabil blieben, gab es bei Beschäftigten in der Gastronomie seit April einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 80 Prozent.

Der Armuts- und Reichtumsbericht wird alle vier Jahre unter Federführung des Bundessozialministeriums erstellt und soll ein Bestandsaufnahme der sozialen Lage in Deutschland bilden. Der neue, sechste Bericht soll noch im Frühjahr veröffentlicht werden, wie eine Ministeriumssprecherin sagte.

Stadt Bayreuth: Museen, Musikschule und RW21 öffnen wieder

13:46
05.03.2021
   

Nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz vom vergangenen Mittwoch, 3. März, können auch die städtischen Bayreuther Museen nach mehr als viermonatiger Schließung bei stabiler 7-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder öffnen. Es ist jedoch eine Voranmeldung am Vortag (am Sonntag für Dienstag) telefonisch oder per Mail erforderlich, da der Einlass nur zu festgelegten Zeitpunkten möglich ist. Auch die Stadtbibliothek öffnet ihre Pforten, die städtische Musikschule geht zum Präsenzunterricht über.

Bayreuth - Wie die Stadt Bayreuth am Freitag mitteilte, müssen allerdings - neben den bereits geltenden Hygieneschutzmaßnahmen wie Abstandsregeln, Maskenpflicht (mindestens FFP2) und Besucherbegrenzung - zur möglichen Kontaktnachverfolgung die Besucherdaten (Name, Erreichbarkeit, Zeitpunkt des Besuchs) für vier Wochen dokumentiert werden. Die Datenerhebung zur Kontaktnachverfolgung und feste Besuchstermine können erst bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 50 wieder entfallen. Steigt die Inzidenz dagegen wieder über 100, greift die „Notbremse“ und eine erneute Schließung ist erforderlich.

Nachdem die Zeit der Schließungen in vielen Häusern für Umgestaltungs- und Renovierungsmaßnahmen genutzt wurde, erfolgt die Wiederöffnung gestaffelt:

•    Montag, 8. März: Präsenzunterricht in der städtischen Musikschule;

•    Dienstag, 9. März: Öffnung der Stadtbibliothek;

•    Freitag, 12. März: Öffnung von Richard Wagner Museum, Franz Liszt Museum und Jean Paul Museum;

•    Dienstag, 16. März: Öffnung von Kunstmuseum, Urwelt-Museum und Leuschner-Gedenkstätte.

Das Historische Museum am Kirchplatz bleibt wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten unabhängig von der Infektionslage noch bis auf Weiteres geschlossen.
RW21 Stadtbibliothek öffnet wieder

Für die Stadtbibliothek im RW21 gelten die gleichen Regeln wie im Einzelhandel für den alltäglichen Bedarf, eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Die Stadtbibliothek sorgt mit einem angepassten Hygienekonzept, das unter anderem das Tragen von FFP2-Masken vorschreibt (für Kinder gilt die Regelung: unter 6 Jahren keine Maskenpflicht, von 6 bis einschließlich 14 Jahre Mund-Nasen-Bedeckung), für die Sicherheit ihrer Besucher/innen.

Die Öffnungszeiten sind noch begrenzt auf Dienstag bis Freitag von10 bis 18 Uhr, einzelne Bereiche bleiben gesperrt. Derzeit besteht eine Begrenzung auf maximal 150 Personen gleichzeitig. Es wird darum gebeten, den Bibliotheksbesuch auf das Aussuchen und Ausleihen von Medien zu beschränken, eine längere Aufenthaltsdauer ist noch nicht möglich.

Online-Redaktion