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20210429062346

Robert Koch-Institut: Rund 25.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet

06:23
29.04.2021
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Vergleich zur vergangenen Woche gesunken. Zwei weitere wichtige Werte liegen ebenfalls unter dem Vorwocheniveau.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.736 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 264 neue Todesfälle verzeichnet.

Das geht aus Zahlen von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.55 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 29.518 Neuinfektionen und 259 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 154,9. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,6 angegeben, vor eine Woche hatte sie bei 161,1 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.357.268 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.975.200 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 82.544.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,90 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Offene Fachfragen verhindern Lockerungen für Genesene

04:53
29.04.2021
Die Gleichstellung von genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften ist nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek wegen ungeklärter Fachfragen noch nicht möglich. "Bevor wir weitere Bereiche des täglichen Lebens für Genesene öffnen, wollen wir im Interesse des Infektionsschutzes die noch offenen Fragen auch gemeinsam mit Bund und Ländern besprechen", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München.

Hierzu gehöre etwa, wann eine Erkrankung als überstanden gelte und wie eine überstandene Erkrankung am besten nachgewiesen werden könne.

Forderungen nach einer sofortigen Gleichstellung, wie sie etwa von den Freien Wähler formuliert würden, "kommen daher etwas verfrüht und überstürzt", sagte Holetschek. "Sobald die Datenbasis für Erleichterungen vorhanden ist, werden wir darüber entscheiden."

"Der verantwortungsvolle Umgang mit Bürger- und Freiheitsrechten ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir sehr ernst nehmen", betonte Holetschek. Deswegen habe das Kabinett in dieser Woche beschlossen, dass vollständig Geimpfte dieselben Rechte bekommen wie negativ Getestete. Sie müssen etwa bei Friseurbesuchen keinen negativen Test mehr vorlegen. "Das ist ein großer Schritt hin zu mehr Normalität und Freiheit. Ich bin optimistisch, dass weitere folgen werden, sobald dies möglich ist."

Natürlich hätten auch Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, einen gewissen Grad der Immunisierung. "Richtig ist aber auch, dass hier noch Fragen offen sind, insbesondere über die Höhe und die Dauer der Immunität. Wir setzen in diesen Fragen auf die Expertise des Robert Koch-Instituts (RKI), das sich zur Quarantäneverpflichtung enger Kontaktpersonen, die von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind, bereits geäußert hat."

Bayern setze eine Empfehlung des RKI bereits um. "Für immungesunde enge Kontaktpersonen, die von einer PCR-bestätigten Infektion genesen sind und mit einer Impfstoffdosis geimpft wurden und für immungesunde enge Kontaktpersonen, deren Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegt, entfällt daher die Quarantäne", sagte Holetschek.