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35 Prozent der Kita-Kinder in Notbetreuung

04:52
29.04.2021
Gut ein Drittel aller Kita-Kinder in Corona-Hotspots nutzt nach Angaben des Sozialministeriums aktuell die angebotene Notbetreuung. Insgesamt 35,4 Prozent der Kinder, deren Einrichtung wegen der Pandemie nicht im Regelbetrieb laufe, seien nach den jüngsten Daten in die Notbetreuung gegangen, teilte das Ministerium auf dpa-Anfrage mit. Die durchschnittliche Auslastung der Einrichtungen im Notbetrieb lag demnach am Stichtag 23. April bei 35,0 Prozent.

Viele Kita-Leitungen und Eltern berichten jedoch, dass bei ihnen inzwischen trotz Notbetreuung nahezu alle Kinder kämen. Auch das Familienministerium verweist auf regionale Differenzen: "Eine besonders niedrige Auslastung haben beispielsweise die Kindertageseinrichtungen in der Stadt und im Landkreis Hof mit lediglich 10,8 beziehungsweise 10,3 Prozent Auslastung." Dort dürfen aktuell nur Familien, bei denen beide Eltern in systemrelevanten Berufen und nicht im Homeoffice arbeiten, die Notbetreuung nutzen.

Auch die Landkreise Dingolfing-Landau, Cham, Haßberge und Günzburg haben laut Ministerium Werte unter 25 Prozent gemeldet. Die höchste Auslastung hatten demnach die Einrichtungen in Fürth mit 47,8 und im Landkreis Ebersberg mit 47,1 Prozent. Die Landeshauptstadt lag bei knapp 44 Prozent.

Den Angaben des Sozialministeriums liegen freiwillige Rückmeldungen von rund 65 Prozent der mehr als 6300 Kindertagesstätten in Bayern zugrunde. In diesen Einrichtungen würden regulär 422 300 Kinder betreut, hieß es. Am vergangenen Freitag seien davon 149 650 anwesend gewesen. Wie viele wegen Krankheit fehlten, wurde dabei nicht erfasst.

Weiterhin praktische Ausbildung an Hochschulen möglich

17:05
28.04.2021

München (dpa/lby) - An den bayerischen Hochschulen sind trotz der neuen Corona-Vorschriften weiter vor Ort Praxisseminare oder künstlerische Präsenzveranstaltungen möglich. Dies betrifft Lehrveranstaltungen, die beispielsweise in Laboren oder besonderen Arbeitsräumen stattfinden.

"Ich halte es für unbedingt erforderlich, diese Ausbildungsangebote, die nicht digital durchgeführt werden können, für unsere Studentinnen und Studenten im Freistaat aufrecht zu erhalten", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München. Solche Ausnahmen seien auch mit der neuen Bundesnotbremse möglich.

Nach Angaben des Ministeriums finden die sonstigen Präsenzveranstaltungen allerdings unabhängig vom örtlichen Infektionsgeschehen nicht statt. Diese werden an den Universitäten und den sonstigen Hochschulen als Distanzvorlesung oder -seminar über das Internet angeboten.

Bei den wenigen Praxisveranstaltungen an den Hochschulen muss zudem darauf geachtet werden, dass zwischen den Beteiligten Abstände eingehalten und Masken getragen werden. Wichtig ist dies insbesondere auch für künstlerische Ausbildungsstätten.

Studierende der Otto-Falckenberg-Schule für Schauspiel und Regie in München hatten gefordert, dass auch sie in den Präsenzunterricht zurückkehren dürfen. Als städtische Fachakademie könne sich die Schule nicht auf die Ausnahmeregeln für die Hochschulen berufen.