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Hof: Nächste Impf-Stufe rückt näher

14:41
26.04.2021
Noch in dieser Woche können Menschen über 60 geimpft werden. Auch Mitarbeitende im Lebensmittelbereich kommen bald dran.

In Stadt und Landkreis Hof haben mehr als ein Drittel der Menschen die erste Corona-Impfung erhalten. Die Behörden gehen daher davon aus, dass im Lauf der Woche Prioritätsstufe drei an die Reihe kommt. „Das bedeutet, dass sich dann auch Menschen, die 60 Jahre und älter oder medizinisch vorbelastet sind, impfen lassen können. Darüber hinaus wird auch deutschlandweit über die generelle Aufhebung der Priorisierung diskutiert“, teilen Landrat Oliver Bär und Oberbürgermeisterin Eva Döhla in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Darüber hinaus sollen nun Mitarbeiter der Lebensmittelversorgung ein Impfangebot erhalten, nachdem sich seit Ende März auch Mitarbeiter körpernahen Dienstleistungen im Hofer Land impfen lassen können. Das betreffe insbesondere Mitarbeitende von Metzgereien, fleischverarbeitenden Betrieben, Bäckereien , Konditoreien sowie von Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften inklusive dem Getränkeeinzelhandel. Ab dieser Woche starten Stadt und Landkreis Hof zudem mit den Impfungen in den Betrieben.

Wer zu dieser Gruppe gehört, könne sich ab sofort in zwei Schritten online anmelden:

1. Anmeldung für die Impfung: Über das bayerische Online-Registrierungssystem www.impfung-hoferland.de/impftermin erfolgt die generelle Anmeldung für eine Impfung in Bayern.

2. Registrierung für priorisierte Impfung: Nach der allgemeinen Anmeldung können sich Berechtigte unter www.impfung-hoferland.de/priorisierung für die erweitere Registrierung zur Schutzimpfung anmelden.


Nach der Anmeldung erhält man laut Mitteilung eine Nachricht aus dem Impfzentrum, um einen Impftermin zu vereinbaren. Stadt und Landkreis machen darauf aufmerksam, dass das Verfahren je nach Menge der Impfstoffdosen etwas dauern kann.

Unterdessen würden in den beiden Impfzentren in Hof und Helmbrechts weiterhin Menschen aus der Priorisierungsgruppe zwei geimpft. Angehörige dieser Gruppe, die sich bereits angemeldet, aber noch keinen Termin erhalten haben, sollten sich beim Impfzentrum nochmals melden. Manche Bürger seien rotz mehrfacher Anrufe nicht erreichbar gewesen.

„Selbstverständlich können sich aber auch alle Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher noch nicht angemeldet haben, aber eine Impfung wünschen, jederzeit beim Hausarzt oder in den Impfzentren melden“, teilt Landrat Oliver Bär mit.

Anmelden kann man sich für die Impfzentren in Hof und Helmbrechts entweder telefonisch unter 09281/57-777 (täglich von 8 bis 17 Uhr) oder online über die Internetseite www.impfung-hoferland.de/voranmeldung.

Dramatische Corona-Lage - Berlin will Indien unterstützen

14:40
26.04.2021
Mehr als 300.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag haben das indische Gesundheitssystem an den Rand des Zusammenbruchs geführt. Nun sagt Deutschland dem Riesenland Hilfe zu.

Angesichts einer dramatischen Zuspitzung der Corona-Pandemie in Indien hat Außenminister Heiko Maas (SPD) dem Land Hilfe und Solidarität zugesichert.

"Innerhalb der Bundesregierung und im Gespräch mit Unternehmen setzen wir deshalb gerade alle Hebel in Bewegung, um schnellstmöglich, etwa mit Sauerstoff und Medikamenten, unterstützen zu können", sagte Maas der "Rheinischen Post".

Auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bekundete sein Mitgefühl. "Wir stehen Indien in dieser dramatischen Situation beim Kampf gegen die Corona-Mutation zur Seite. Denn das Virus besiegen wir nur gemeinsam oder gar nicht", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Derzeit finanzieren wir die Beschaffung und Installation von Sauerstoffanlagen im Nordosten Indiens sowie den Ausbau der medizinischen Kühlkette zur Verteilung von Covid-19-Impfstoffen."

Deutschland und weitere Länder haben die Einreise aus Indien wegen der dortigen Virusvariante stark eingeschränkt. "Es war richtig, dass wir schnell gehandelt haben, um den Eintrag der neuen Mutation nach Deutschland zu stoppen", betonte Maas. Genauso wichtig sei es jetzt aber, Indien nach Kräften zu unterstützen. Im gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus habe das Land eine zentrale Rolle übernommen.

Auch die USA stellten Indien konkrete Hilfen in Aussicht. Neben spezifischen Rohmaterialien für die Herstellung des Impfstoffs von Astrazeneca, der in Indien unter dem Namen Covishield produziert wird, werden die Vereinigten Staaten dem Land "sofort" Medikamente, Schnelltests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, wie das Weiße Haus am Sonntag nach einem Telefonat zwischen US-Sicherheitsberater Jake Sullivan und seinem indischen Amtskollegen Ajit Doval mitteilte. Auch bei der Versorgung mit Sauerstoff soll Indien unterstützt werden.

"Genau wie Indien den Vereinigten Staaten Hilfe schickte, als unsere Krankenhäuser zu Beginn der Pandemie überlastet waren, sind die Vereinigten Staaten entschlossen, Indien in der Zeit der Not zu helfen", erklärte das Weiße Haus. Die USA arbeiteten "rund um die Uhr" verfügbare Ressourcen und Vorräte auszusenden.

Verteidigungsminister Lloyd Austin teilte mit, derzeit werde geprüft, welche Hilfsgüter in den kommenden Tagen und Wochen beschafft oder aus dem eigenen Bestand bezogen werden könnten. Es gehe darum, Indien rasch zu helfen, machte der Pentagon-Chef deutlich. "Wir befinden uns gemeinsam in diesem Kampf."

Indien verzeichnet seit Tagen immer wieder Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen. Am Sonntag wurden den vierten Tag in Folge mehr als 300.000 Neuinfektionen und über 2000 Tote registriert. Ebenfalls am Sonntag gab es die bisher höchste Zahl von Toten in Verbindung mit Corona. 2767 Menschen waren binnen 24 Stunden gestorben. Die Dunkelziffern dürften in dem Land deutlich höher liegen.