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20210425162145

Umfrage: Lage im Mittelstand entspannt sich nur leicht

15:52
25.04.2021
Noch immer sind viele bei Mittelständlern Beschäftigte in Kurzarbeit. Eine Umfrage kommt zu dem Schluss: «Die Lage ist nach wie vor ernst.»

Frankfurt/Main - Die Lage vieler deutscher Mittelständler hat sich einer Umfrage zufolge im Frühjahr leicht gebessert - sie bleibt aber in der Corona-Krise angespannt. Im März hatten 45 Prozent der befragten Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit, im Herbst 2020 waren es noch 49 Prozent.

Der Anteil der Firmen, die coronabedingt Stellen abbauen wollten, ging von 16 auf 14 Prozent zurück, wie aus der dritten Corona-Sonderbefragung im Auftrag der DZ Bank unter 1000 mittelständischen Unternehmen hervorgeht.

"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Lage im Mittelstand nach wie vor ernst ist", sagt DZ-Bank-Vorstand Uwe Berghaus. So mussten etwa mehr Unternehmen aus den Bereichen Ernährung und Dienstleistungen im Frühjahr Kurzarbeit beantragen als noch im Herbst 2020. Im Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Chemiebranche ging die Nutzung von Kurzarbeit der Umfrage zufolge hingegen deutlich zurück.

Insbesondere kleinere Mittelständler mit einem Umsatz von weniger als fünf Millionen Euro stehen in der Corona-Krise weiter unter Druck. So stieg der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit und Plänen zum Stellenabbau in dieser Gruppe gegen den allgemeinen Trend. Etwa jedes fünfte kleinere Unternehmen war auf Sonderkredite angewiesen.

"Sehr viele Firmen sind immer noch auf staatliche Hilfen angewiesen", kommentierte Berghaus. Dass größere Firmen besser durch die Krise gekommen seien, liege daran, dass sie breiter aufgestellt seien und sich am Kapitalmarkt refinanzieren könnten.

Bahn bereitet sich auf höhere Nachfrage im Sommer vor

15:50
25.04.2021
Die Deutsche Bahn will ihr Angebot im Fernverkehr im Sommer ausbauen und hofft auf Urlaubsreisende. Bedingung ist aber eine entsprechende Pandemie-Lage.

Berlin - Die Deutsche Bahn bereitet sich trotz der Einschränkungen durch die neue Corona-Notbremse auf eine erhöhte Nachfrage im Sommer vor.

"Die Bahn plant im Sommer - sofern es die Corona-Lage zulässt - mit mehr als 10.000 zusätzlichen Sitzplätzen täglich allein im Fernverkehr", sagte ein Bahnsprecher. Zum Vergleich: Ein ICE der ersten Generation hat etwa 700 Sitzplätze.

Im vergangenen Jahr habe man einen schnellen Nachfrageschub erlebt, als zu Pfingsten die Infektionszahlen gesunken seien und es Lockerungen gegeben habe, sagte der Sprecher. In den Sommermonaten Juli, August und September solle es in diesem Jahr wieder Urlaubszüge an die Küsten und in die Berge geben. Einzelheiten zum Sommerfahrplan will der Staatskonzern bis Anfang Juni bekanntgeben. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

Für Urlaubsreisen gelten in weiten Teilen Deutschlands wegen der gestiegenen Corona-Infektionszahlen Einschränkungen. So gibt es vielerorts nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Dienstreisen sind in dieser Zeit möglich, die Anfahrt oder Abreise von Urlaubern aber nicht.

Urlaubsreisen im Inland sind wegen der Landesregeln zurzeit ohnehin stark eingeschränkt. So verbietet Mecklenburg-Vorpommern Touristen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland in der Regel die Einreise. In Bayern sind Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken untersagt.