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Wegen Virusvariante: Einreise aus Indien nur noch im Ausnahmefall erlaubt

10:41
24.04.2021
Ab Montag gilt in Deutschland ein Einreisverbot für Menschen, die aus Indien ankommen. Das Land wird nun nicht mehr nur als Hochrisikogebiet eingestuft, sondern auch als Virusvarianten-Gebiet.

Berlin - Die Bundesregierung will Indien nun doch zum Virusvarianten-Gebiet erklären. Damit gilt in Deutschland ab Montag ein weitgehendes Einreiseverbot für Menschen von dort, wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Regierungskreisen erfuhr.

Ausnahmeregelungen gibt es beispielsweise für Deutsche und für Ausländer, die sich dauerhaft in Deutschland aufhalten. Auch sie müssen allerdings schon vor der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen und sich nach Ankunft in Quarantäne begeben.

"Um unsere Impfkampagne nicht zu gefährden, muss der Reiseverkehr mit Indien deutlich eingeschränkt werden", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Nach dpa-Informationen hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingeschaltet und zur Vorsicht aufgerufen, nachdem Indien am Freitag zwar als Hochrisikogebiet, jedoch nicht als Virusvariantengebiet eingestuft worden war.

Die Regeln für Virusvariantengebiete sind deutlich strenger: Einreisende müssen für 14 Tage in Quarantäne ohne Verkürzungsmöglichkeit. Außerdem dürfen Fluggesellschaften bestimmte Personengruppen aus diesen Regionen nicht befördern. Das führt dann meist dazu, dass nur noch wenige Flüge angeboten werden.

Die Infektionszahlen in Indien steigen dramatisch. Die indische Variante B.1.617 steht bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Beobachtung.

Altmaier: Wirtschaft "spätestens 2022" auf Vorkrisen-Niveau

09:22
24.04.2021
Der Bundeswirtschaftsminister zeigt sich weiter optimistisch, was die wirtschaftliche Entwicklung in der Krise angeht. In Kürze will die Regierung eine neue Prognose abgeben.

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gibt sich kurz vor der Veröffentlichung neuer Prognosen der Bundesregierung zur konjunkturellen Entwicklung optimistisch.

"Trotz der andauernden Lockdown-Situation entwickelt sich die Wirtschaft stärker, als von vielen erwartet", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Im Januar haben wir ein Wachstum von 3 Prozent prognostiziert. Nach den aktuellen Zahlen sieht es sogar noch etwas besser aus."

Kommende Woche wird die Bundesregierung ihre Frühjahrsprojektion vorstellen. "Es besteht Grund zu Optimismus. Wir werden in diesem Jahr den Wirtschaftseinbruch nicht nur stoppen, sondern umkehren", sagte Altmaier. "Wir werden in diesem Jahr einen Aufschwung erleben."

Die Notbremse habe zwar "starke Auswirkungen im Bereich des Einzelhandels, der Gastronomie und der Hotellerie", aber andere Bereiche wie etwa die Industrie entwickelten sich weiterhin gut. Der Wirtschaft sicherte Altmaier weitere Unterstützung zu. "Ich kämpfe dafür, dass unser erfolgreiches und wirksames Hilfsprogramm, die sogenannte Überbrückungshilfe III, über den Juni hinaus bis zum Ende des Jahres verlängert wird."

Durch die Kurzarbeiterregelung sei Massenarbeitslosigkeit vermieden worden und die Weltkonjunktur springe wieder an. Aber: "Ein Aufschwung in diesem und im nächsten Jahr bedeutet nicht, dass es allen schon wieder so gut geht wie vor der Krise", schränkte der Minister ein. Das Vorkrisen-Niveau werde "spätestens 2022" wieder erreicht. Die dritte Welle der Infektionen in der Corona-Pandemie hätten viele in dieser Dramatik nicht kommen sehen. "Trotzdem ist die Wirtschaft in einer guten Verfassung." Die Zahlen und die Stimmung in den Unternehmen seien besser, als viele das vorhergesagt hätten.