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Karlsruhe weist Eilantrag zum EU-Wiederaufbaufonds ab

08:12
21.04.2021
Der Weg für die letzte Unterschrift unter die Pläne der EU für das Milliarden schwere Finanzierungsystem wegen der Corona-Pandemie ist frei. Das Bundesverfassungsgericht weist einen Eilantrag ab.

Karlsruhe - Deutschland kann das Finanzierungssystem der EU bis zum Jahr 2027 und den darin enthaltenen 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds mit auf den Weg bringen.

Das Bundesverfassungsgericht wies einen gegen die Ausfertigung des Ratifizierungsgesetzes gerichteten Eilantrag ab, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Über die eigentliche Verfassungsklage ist damit noch nicht entschieden. (Az. 2 BvR 547/21)

Die Richterinnen und Richter des Zweiten Senats halten den Antrag im Hauptverfahren zwar nicht für "offensichtlich unbegründet". "Bei summarischer Prüfung" lasse sich eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Verfassungsverstoß allerdings nicht feststellen, hieß es.

Am 26. März hatte das Gericht die deutsche Ratifizierung vorläufig gestoppt und es dem Bundespräsidenten untersagt, das in Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetz bis zur Entscheidung über den Eilantrag zu unterzeichnen. Das sollte verhindern, dass in der Zwischenzeit Fakten geschaffen werden, hinter die man nicht mehr zurück käme.

Das Geld soll dem wirtschaftlichen Aufbau in der EU nach der Pandemie dienen. Einen Teil gibt es als Zuschüsse, einen Teil als Darlehen. Dafür wollen die EU-Staaten gemeinsam Schulden aufnehmen.

Vor allem dagegen richtet sich die Verfassungsbeschwerde, die eine Professorengruppe um den früheren AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke eingereicht hatte. Nach Angaben dieses "Bündnisses Bürgerwille" wird die Klage von mehr als 2200 Bürgern unterstützt.

Die EU-Kommission kann mit der Aufnahme der Kredite und der Auszahlung erst beginnen, wenn alle 27 Staaten den Beschluss ratifiziert haben. Das Paket mit den Wiederaufbauhilfen war bereits im Sommer 2020 verabredet worden, ist aber noch nicht startklar. Insgesamt sollen der Europäischen Union bis Ende 2027 rund 1,8 Billionen Euro zur Verfügung stehen.

Bayreuth: 69 neue Fälle - Inzidenzwerte sinken leicht

08:05
21.04.2021
Der Inzidenzwert ist in Stadt und Landkreis jeweils etwas gesunken. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert-Koch-Institut (RKI) für den Landkreis 171,7 (Vortag: 180,4) und für die Stadt Bayreuth 191,2 (Vortag: 201,9).

Bayreuth - Seit dem Vortag sind insgesamt 69 neue positive Corona-Testergebnisse eingegangen, 38 aus dem Landkreis und 31 aus der Stadt. Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt im Landkreis 4511 und in der Stadt 3166 Personen positiv auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet.

Aktuell sind im Landkreis laut dem Bayreuther Landratsamt 431 und in der Stadt Bayreuth 353 Personen nachweislich mit diesem Corona-Virus infiziert. Als genesen gelten 3931 Personen aus dem Landkreis und 2709 aus der Stadt, darunter sowohl Personen, die mit typischer Symptomatik erkrankt gewesen waren, aber auch solche, bei denen trotz fehlender Krankheitszeichen ein positiver Test auf SARS-CoV-2 vorgelegen hatte.

Insgesamt sind 45 Personen mit COVID-19 in stationärer Behandlung, davon sind 41 Patienten im Klinikum Bayreuth und vier in der Sana-Klinik in Pegnitz.15 Patienten aus dem Landkreis und 17 aus der Stadt Bayreuth werden stationär behandelt. Aus dem Landkreis sind bisher 149 und aus der Stadt Bayreuth 104 Personen an den Folgen der Infektionskrankheit COVID-19 verstorben.