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20210420130628

Impfpriorisierung für Astrazeneca in Sachsen aufgehoben

12:37
20.04.2021
Die Impfpriorisierung für Astrazeneca ist in Sachsens Hausarztpraxen komplett aufgehoben worden. Wer will, kann sich dort ab sofort mit dem Impfstoff impfen lassen - unter bestimmten Bedingungen.

Dresden - In Sachsen können sich ab sofort alle Bürgerinnen und Bürger in Arztpraxen mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach der Kabinettssitzung in Dresden mitteilte, ist damit die Impfpriorisierung für diesen Impfstoff komplett aufgehoben.

Es gibt allerdings Bedingungen: Die Impfung darf in den am Impfprogramm beteiligten Praxen nur nach einer ausführlichen Beratung erfolgen. Sowohl der Arzt als auch der impfwillige Bürger müssen zustimmen. Bisher wurde der Impfstoff nur Menschen im Alter ab 60 Jahren verabreicht.

Meldedaten zufolge sind deutschlandweit inzwischen 20,2 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden etwa 16,8 Millionen Menschen ein Mal geimpft, weitere rund 5,6 Millionen haben den vollen Impfschutz bekommen. Innerhalb eines Tages wurden 381.095 weitere Impfungen verabreicht.

Knapp 5000 Patienten auf Intensivstationen bundesweit

12:10
20.04.2021
Die Zahl der schwer an Covid-19 erkrankten Patienten auf Intensivstationen in Deutschland steigt weiter an. Derzeit werden rund 5000 Schwerkranke in den Kliniken behandelt.

Berlin - Die Zahl der Schwerkranken mit Covid-19 auf deutschen Intensivstationen nähert sich der Marke von 5000. In den Kliniken bundesweit werden nun 4966 solche Fälle behandelt, das sind 34 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Daten des Divi-Intensivregisters vom Dienstag hervorgeht. So hoch war die Auslastung zuletzt Mitte Januar.

Einer der wissenschaftlichen Leiter des Intensivregisters, Christian Karagiannidis (Klinikum Köln-Merheim), zeigte sich in einer Video-Schalte des Science Media Centers (SMC) sehr beunruhigt durch die „enorme Belastung“ für Ärzte und Pflegekräfte. Nur ein Drittel der Intensivstationen könne noch „einfach so“ Patienten aufnehmen. Hunderten Kliniken mangele es an Personal, viele führten nur noch eingeschränkt planbare Operationen durch.

Viele Patienten in Köln aus Gruppe der Berufstätigen
Je nach Region unterscheidet sich die Lage. Karagiannidis sagte, in Nordrhein-Westfalen seien von Montag auf Dienstag 20 Covid-19-Intensivpatienten hinzugekommen, in Köln komme die Mehrheit der Patienten derzeit aus der Gruppe der Berufstätigen.

Wenig belastet sei hingegen Schleswig-Holstein. Daneben gebe es Bundesländer, in denen die Intensiv-Auslastung nicht ganz so stark steige, zum Beispiel in Berlin. „Das heißt, wir haben eine gewisse Verhaltensänderung auch der Bevölkerung.“ Menschen hätten offenbar die Warnungen aus der Medizin ernst genommen. Durch Ostern habe es eine Abbremsung gegeben.

Auswertungen zur Situation von deutschen Covid-19-Genesenen nach sechs Monaten zeigten ein „substanzielles Problem“ auch bei Überlebenden, betonte Karagiannidis. In den Monaten nach der Entlassung müsse ein Teil von ihnen doch wieder ins Krankenhaus aufgenommen werden, einige stürben auch erst einige Zeit nach der Entlassung. Gesellschaftlich solle man deshalb auf das Vermeiden von Infektionen achten, um die Langzeitfolgen zu verhindern.