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Indie-Festival ist auf nächstes Jahr verschoben

11:34
19.04.2021
Die Veranstalter rechnen nicht damit, dass sich die Corona-Lage in den nächsten zwei Monaten Festivals möglich macht und sagen deshalb die Veranstaltung ab. Nun tüfteln die Organisatoren an einem alternativen Angebot für den Spätsommer.

Hof - Nun ist auch das Indie-Musik-Festival abgesagt. Das teilen die Veranstalter mit. Die Corona-Lage lasse es ein Festival in der gewohnten Form einfach nicht zu, heißt es in der Mitteilung. „Gerne hätten wir wieder mit über 2000 Menschen ausgelassen gefeiert und zu großartigen Bands getanzt. Aber wir alle wissen, dass das in zwei Monaten nichts wird“, so das ernüchternde Fazit von Vorstand Alexander Röhlig. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern, Kulturamt und dem Team der Freiheitshalle hat man deshalb vereinbart, das Festival mit dem geplanten Line Up nochmals um ein Jahr zu verschieben. Neues Datum ist nun der 18. Juni 2022. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Ganz abgeschrieben haben die Veranstalter das Jahr aber noch nicht. „Wir planen derzeit an einem alternativen Festivalkonzept für den Spätsommer“, erklärt der stellvertretender Vorsitzende Bastian Schelter. „Ob und wie das stattfinden kann, hängt allerdings noch von vielen Faktoren ab, wie etwa von möglichen Fördermitteln, die man derzeit versucht zu akquirieren oder der Corona-Lage.“

Mehr Abo-Kündigungen im ÖPNV als zu Beginn der Corona-Krise

11:27
19.04.2021
Im Homeoffice entfällt der tägliche Arbeitsweg - mit schmerzhaften Folgen für den öffentlichen Nahverkehr. Rund 15 Prozent der früheren Abo-Kunden haben ihr Ticket inzwischen gekündigt.

Berlin - Seit den erneuten Lockdown-Maßnahmen vom November beschleunigt sich die Abwanderung von Stammkunden bei Bussen und Bahnen.

Rund 15 Prozent der früheren Abo-Kunden hätten ihr Ticket inzwischen gekündigt, teilte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, der Deutschen Presse-Agentur mit. "Zu Beginn der Pandemie haben uns unsere Kundinnen und Kunden mit einem Abonnement in einem hohen Maße die Treue gehalten", sagte er. Damals lag die Abwanderungsquote laut VDV bei lediglich rund fünf Prozent.

"Mit Beginn der erneut verschärften Beschränkungen Ende des vergangenen Jahres nehmen wir jedoch aufgrund der zunehmenden Dauer der Pandemie – mit vielen Menschen, die weiterhin in Kurzarbeit sind oder von zu Hause arbeiten – eine Zunahme der Kündigungen wahr", teilte Wortmann weiter mit. Bei den Zahlen handele es sich um einen bundesweiten Durchschnitt über alle Regionen und Verkehrsträger hinweg.

Die Verkehrsunternehmen in Deutschland haben allein im vergangenen Jahr Einbußen in Höhe von zusammen rund 3,3 Milliarden Euro verzeichnet. Mit einem ähnlich hohen Schaden rechnet der VDV auch für das laufende Jahr. Die Unternehmen halten den Bus- und Bahnverkehr trotz eingebrochener Fahrgastzahlen weitgehend aufrecht. Bislang haben Bund und Länder 5 Milliarden Euro Unterstützung zugesagt. Verband und Unternehmen verhandeln derzeit über eine weitere Finanzspritze.

Viele Unternehmen versuchen unterdessen, die Kunden mit neuen Abomodellen und Zeitkarten zu halten und zurückzugewinnen. So wurde in und um Stuttgart ein 10er-Tagesticket eingeführt. Wer mal zu Hause und mal im Büro arbeitet, kann die Fahrkarten nach und nach abfahren und braucht keine Monatskarte mehr. Auch die Deutsche Bahn hat für den Nahverkehr ein 10er-Tagesticket eingeführt.