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Steinmeier spricht Hinterbliebene von Corona-Opfern

16:45
04.03.2021
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rückt an diesem Freitag die Opfer der Corona-Pandemie ins Blickfeld. Steinmeier spricht mit Hinterbliebenen, die während der Gesundheitskrise Angehörige verloren haben.

Berlin (dpa)  - Davor hält er um 10 Uhr im Schloss Bellevue in Berlin eine Ansprache. Bis Donnerstag waren 71 240 Menschen in Deutschland mit oder an Covid-19 gestorben.

Nach Ostern will das Staatsoberhaupt mit einer zentralen Gedenkfeier die Erinnerung an die Toten der Corona-Pandemie wach halten. Als er dies am 22. Januar ankündigte, gab es rund 50 000 Corona-Tote. Damals hatte Steinmeier die Bürgerinnen und Bürger zu einem Zeichen des Gedenkens aufgerufen. Die Menschen sollten ein Licht - eine Kerze - in ihre Fenster stellen und auch ein Bild davon mit dem Hashtag #lichtfenster in den sozialen Medien teilen.

Vor der Ansprache Steinmeiers wollen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, an diesem Freitag erneut über die Corona-Lage informieren. Bei der regelmäßigen Pressekonferenz geht es dieses Mal schwerpunktmäßig ums Impfen. Mit auf dem Podium der Bundespressekonferenz ist NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann vertreten.

Hof: Adelt schlägt bei Söder Alarm

16:36
04.03.2021
Der Hofer SPD-Landtagsabgeordnete warnt, dass sich die Bevölkerung immer weniger an die Kontaktbeschränkungen halte. Er fordert Hilfe des Freistaats für die Region.

Hof - Angesichts der anhaltend hohen Corona-Zahlen im Hofer Land mahnt der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt in einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder mehr Unterstützung des Freistaates an. Während in weiten Teilen des Freistaats die streng an Inzidenzzahlen gekoppelten Lockerungen dazu führen würden, „dass das öffentliche Leben langsam wieder anlaufen kann“, werde sich für die Bevölkerung in Stadt und Landkreis Hof wenig ändern. „Die Situation ist für die Bevölkerung hochgradig zermürbend“, schreibt Adelt. „Wer sich mit offenen Augen die Lage vor Ort anschaut, weiß, dass die Kontaktbeschränkungen immer weniger eingehalten werden. Wir dürfen uns nicht in die eigene Tasche lügen, denn Fakt ist: Die geltenden Regelungen verkommen immer mehr zum Papiertiger“, so die Analyse des Abgeordneten. Der Bevölkerung dürfe man das nach einem Jahr Ausnahmezustand nicht zum Vorwurf machen.

Vielmehr brauche es auch für Hotspot-Regionen eine Perspektive, meint Adelt. „Stadt- und Landkreis Hof kämpfen mit Hochdruck gegen das Virus an. Die massiv ausgeweitete Teststrategie ist richtig und wichtig, genauso wie die Impfung durch niedergelassene Ärzte.“ All diese Maßnahmen seien aber mit personellem, organisatorischem und finanziellem Aufwand verbunden. Hier brauche es mehr Unterstützung des Freistaates für die besonders stark betroffenen Regionen. „Das ist auch eine Frage der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse.“

Konkrete Forderungen
Adelt fordert konkret unter anderem: ein Soforthilfeprogramm für Kommunen mit konstant hohen Inzidenzwerten von über 100; überproportional mehr Impfdosen für besonders stark betroffene Regionen; die Prüfung eines breit angelegten Einsatzes sogenannter Gurgel-Tests an Schulen und Kitas; mehr Perspektive für den Einzelhandel jenseits von Inzidenzwerten – „Zutritt zu einem Geschäft mit negativem Schnelltest-Befund auch in Hotspot-Regionen“. Der Freistaat solle die Einrichtung zentral gelegener Testmöglichkeiten in Form eines Modellprojektes aktiv unterstützen.

„Ein regionaler Flickenteppich von Lockdowns in unterschiedlichen Härtegraden ist für die wenigsten nachvollziehbar und hat nur zur Folge, dass verstärkt Menschen aus Hochinzidenzgebieten in andere Regionen ausweichen werden“, befürchtet Adelt. „Maßnahmen stoßen nur dann auf Akzeptanz, wenn sie nachvollzogen werden können. Und ohne Akzeptanz lässt sich dieses Virus nicht bezwingen.“

Sturm auf Teststationen
Unterdessen haben sich an den Schnelltest-Stationen in den Gemeinden des Landkreises sowie in der Stadt Hof am Mittwoch zum Auftakt der flächendeckenden Test-Aktion im Hofer Land 834 Menschen testen lassen. Bei neun Personen fiel das Ergebnis positiv aus. Die nächste Testung vor Ort findet am Sonntag von 13.30 bis 15.30 Uhr statt. Darüber hinaus besteht weiter die Möglichkeit, sich an der Freiheitshalle sowie an den Schnelltest-Stationen in Naila, Münchberg, Oberkotzau und Rehau testen zu lassen. Alle Standorte: www.landkreis-hof.de/teststellen/.