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20210419062135

RKI meldet 11.437 Neuinfektionen - Inzidenz steigt weiter

05:44
19.04.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.437 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 92 neue Todesfälle verzeichnet.

Berlin - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.437 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 92 neue Todesfälle verzeichnet.

Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.25 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 13.245 Neuinfektionen und 99 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 165,3. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 162,3 angegeben.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.153.699 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.787.200 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 80.006.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Sonntagabend bei 1,16 (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 116 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Bayerns SPD fordert: Sonder-Impfdosen für sozial Benachteiligte

04:50
19.04.2021
Zum besseren Schutz vor Corona-Infektionen sollten sozial Benachteiligte nach Ansicht der bayerischen SPD zusätzliche Impfdosen erhalten.

München - "Wenn wir nicht wollen, dass Corona zu einer Seuche der ärmeren Bevölkerung wird, brauchen wir eine Soziale Impf-Offensive im Bund und in Bayern", sagte Generalsekretär Uli Grötsch der Deutschen Presse-Agentur in München.

Er bezieht sich dabei auf Zahlen des Robert Koch-Instituts. Demnach lag die Sterblichkeit nach Corona-Infektionen in sozial stark benachteiligten Regionen im Dezember und Januar rund 50 bis 70 Prozent höher als in Regionen mit geringer sozialer Benachteiligung.

Es zeige sich immer mehr, dass Corona zur Frage von Herkunft und Status werde und dass ein geringer Bildungsstand, Niedriglohnjobs mit wenig Schutz durch den Arbeitgeber, beengte Wohnverhältnisse und sprachliche Hürden zusammengenommen das Risiko stark erhöhten, an Corona zu erkranken oder gar zu sterben. "Das darf uns nicht kaltlassen, wir müssen jetzt gegensteuern", sagte Grötsch.

Es brauche daher zum besseren Schutz passgenaue Konzepte, aber für den schnellen Effekt auch eine schnellere Impfung der Menschen mit besonders großem Risiko. "Wir brauchen ein Extrakontingent an Impfstoff für sozial Schwächere, ähnlich wie man es für die Hotspots in der Grenzregion zu Tschechien ermöglicht hat", sagte Grötsch. Mobile Impfteams müssten Impfungen gerade dort an jeder Ecke anbieten, wo viele Menschen auf engem Raum, mit riskanten Jobs und anderen Risikofaktoren zusammenlebten.